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06.04.2011
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Presserat: Islamkritischer Artikel der Weltwoche gerügt


(ja) Der Presserat hat eine Beschwerde einer Privatperson gegen einen islamkritischen Beitrag der Weltwoche (19/2010) gutgeheissen. Der Presserat anerkennt zwar das Recht der Medien, am Islam und an allen anderen Religionen fundamentale Kritik zu üben. Mit dem Bild jedoch habe das Magazin die Privatsphäre einer Muslimin verletzt. Der Artikel war mit dem Koranzitat „Tötet sie, wo immer ihr sie antrefft“ übertitelt und mit dem Bild einer friedlichen Demonstration gegen die Mohammed-Karikaturen auf dem Bundesplatz illustriert. Allerdings fehlte der Hinweis auf ein Symbolbild. Die Beschwerdeführerin, die auf dem Bild erkennbar war, kritisierte, dass dieses Archivbild aus dem Zusammenhang gerissen und ohne erneutes Einverständnis wiederverwendet worden sei. Der Presserat stellt nun fest, dass die Weltwoche mit der Bildpublikation die Privatsphäre der Beschwerdeführerin verletzt habe.


Quelle:

Presserat (7/2011). Nichtdeklariertes Symbolbild / Persönlichkeitsverletzende Illustration (X c. Weltwoche) Stellungnahme des Presserats vom 16. März 2011: http://www.presserat.ch/29030.htm


 
 

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