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21.02.2011
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Piratenpartei will die Trennung von Staat und Kirche


(ja) Die Piratenpartei Schweiz hat heute in Winterthur ihren Wahlkampf 2011 eröffnet unter dem Motto «Gesellschaft 2.0». Die Internet-Partei will für Anliegen der digitalen Gesellschaft einstehen und den digitalpolitischen Dialog anstossen. Sie setzt sich ein für die Modernisierung des Urheberrechts, die Abschaffung von Abgaben auf CD’s, iPod’s und Handy’s, die Wahrung des Datenschutzes, den Schutz der Privatsphäre und die Transparenz im Staatswesen z.B. mittels eGovernment. Dazu gehört auch, dass sich die Piratenpartei vermehrt für den Schutz von Whistleblower einsetzen will, wie sie u.a. bei Wikileaks organisiert sind. Darüber hinaus ist die Piratenpartei für die vollständige Trennung von Kirche und Staat. Dazu heisst es im Parteiprogramm: «Unsere Gesellschaft schöpft ihre ethischen Grundwerte dank der Aufklärung aus den Menschenrechten. Irrationalismus und religiöser Fundamentalismus bedrohen die Autonomie und die Freiheit des Individuums – dem gilt es ein klar laizistisches Gesellschaftsmodell entgegenzusetzen. Der Laizismus verpflichtet den Staat, keinerlei Vorgaben zum ‚richtigen’ Glauben zu machen; er beschränkt den Staat und seine Vertreter und nicht die Menschen.» Eine Säkularisierung der Eidgenossenschaft will die Piratenpartei erreichen durch eine Verankerung der Laizität in der Verfassung, eine rechtliche Gleichstellung von Glaubensgemeinschaften mit Vereinen, eine Definition des Glaubens und der Religion als Privatsache, die Förderung der Gleichberechtigung für Nichtgläubige, die Abschaffung der Kirchensteuer, die Orientierung des Schulunterricht an wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Förderung von aufgeklärtem, humanistischem Ethikunterricht und die Förderung des kritischen und konstruktiven Denkens als zentraler Teil der Schulbildung.


Quelle:

Piratenpartei Schweiz:
http://www.piratenpartei.ch/


 
 

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