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11.02.2011
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Versehrte Afghanin auf Pressefoto des Jahres


(ja) Das Bild einer jungen Afghanin, die im Gesicht verstümmelt worden war, ist zum Pressefoto des Jahres 2010 gewählt worden. Das gab die Jury des 54. World Press Photo Contests am Freitag in Amsterdam bekannt. Die junge Frau wurde von Familienmitgliedern attackiert, nachdem sie es gewagt hatte, ihren gewalttätigen Ehemann zu verlassen. Ihr wurden die Ohren und die Nase abgetrennt. Mittlerweile lebt die Afghanin in den USA, wo sie sich einer Operation zur Wiederherstellung ihres Gesichts unterziehen konnte.

Das Bild der Südafrikanerin Jodi Bieber, das nun zum Pressefoto des Jahres 2010 ernannt wurde, war ursprünglich auf einem Titelblatt des US-Magazins «Time» zu sehen und ist heute längst eine Ikone für die Gewalt der Taliban gegen die Frauen in Afghanistan. Das Foto sei ein «unglaublich starkes Bild, das eine eindrucksvolle Botschaft aussendet», hiess es zur Begründung der Auszeichnung. Jeder Betrachter erfasse sofort, was es ausdrücke und bedeute, sagte der Jury-Vorsitzende David Burnett.

Weitere Bilder wurden in den Sparten Spot News, Allgemeine Nachrichten, Menschen in den Nachrichten, Sport-Ereignisse, Sportthemen, Zeitgeschehen, Alltag, Porträts, Kunst & Unterhaltung und Natur ausgewählt. Das beste Pressebilder wird mit 10'000 Euro ausgezeichnet und gemeinsam mit der besten Auswahl in einer Wanderausstellung gezeigt. Im Jahr 2011 wird «World Press Photo» in der Sihlcity Zürich zu sehen sein.


Quellen:

54. World Press Photo Contest:
http://www.worldpressphoto.org/

 


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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