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10.02.2011
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Beichten via iPhone


(ja) Apple hat eine Anwendung auf den Markt gebracht, die das Beichten via Handy ermöglichen soll. Eine Liste von Sünden erlaubt es dem Nutzer, über seine Verfehlungen klar zu werden. Zugleich können Gebete abgerufen werden, die auch in einem Beichtstuhl gesprochen werden. Die Katholische Kirche in den USA begrüsst diese digitale Möglichkeit, mit Gott und sich ins Reine zu kommen. Der Vatikan hingegen beharrt darauf, dass technische Tools die Anwesenheit von Priestern nicht ersetzen: «Es ist wichtig zu verstehen, dass das Sakrament der Beichte den persönlichen Dialog zwischen dem Büsser und dem Beichtvater voraussetzt, ebenso die Absolution des Beichtvaters», sagte der Vatikan-Sprecher Federico Lombardi gegenüber CNN am Mittwoch. Dies könne auf gar keinen Fall durch eine technische Applikation ersetzt werden. Es könne daher keine Rede sein von einer Beichte via iPhone. Entwickelt wurde die Applikation von Little iApps in Zusammenarbeit mit zwei katholischen Priestern in den USA, wobei einer davon der Katholischen Bischofskonferenz der USA angehört. Die Entwickler des iPhone-Apps sagten am Mittwoch, dass sie diese Ermahnung über die Busse aus dem Vatikan begrüssen würden. Die Anwendung sei als Vorbereitung zur Beichte gedacht und keinesfalls als Ersatz. Das Programm hat drei Teile: Der erste Teil dient der Bewusstwerdung über den eigenen Lebenswandel, der zweite Teil instruiert Schritt für Schritt, wie eine Beichte abläuft, und der dritte Teil dient der Speicherung der priesterlichen Anweisungen und Absolution. Dass es möglich sei, sich mit Hilfe eines digitalen Instruments auf die Beichte vorzubereiten, schliesst Vatikan-Sprecher Federico Lombardi nicht aus.

 

Quelle:

CNN: Vatican warns about iPhone Confession app. 10.02.2011: http://edition.cnn.com/2011/WORLD/europe/02/10/vatican.confession.app/index.html


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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