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13.10.2010
00:00

Billag-Rechnung seltener – Werbung häufiger


(ja) Wie das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) in einer aktuellen Medienmitteilung vermeldet, wird das Inkasso-Unternehmen Billag die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen ab 2011 nur noch einmal im Jahr stellen statt wie bisher vierteljährlich. Dadurch erwartet das BAKOM Einsparungen von 9 bis 10 Millionen Franken, da weniger Druck- und Versandkosten sowie Einzahlungsspesen anfallen. Haushalte, die weiterhin eine vierteljährliche Rechnungsstellung wünschen, müssen diese beantragen und die zusätzlichen Kosten von zwei Schweizerfranken pro Rechnung übernehmen. Diese Massnahme soll dazu beitragen, trotz derzeitigem Defizit der SRG eine Gebührenerhöhung zu vermeiden, wie der Bundesrat im Juni dieses Jahres beschlossen hat. Eine weitere Massnahme, um die Mehreinnahmen der SRG zu steigern, besteht in der Lockerung der Werbevorschriften für die SRG. Neu wird im nächsten Jahr die maximal zulässige Werbezeit von 8 auf 15 Prozent der Sendezeit erhöht. Zwar dürfen Nachrichtensendungen und Sendungen zum politischen Zeitgeschehen weiterhin nur dann mit Werbung unterbrochen werden, wenn sie länger als 90 Minuten dauern. Neu dürfen aber ab Januar 2011 Sendungen ausserhalb der Hauptsendezeit alle 30 Minuten mit Werbung unterbrochen werden. Während der Primetime von 18 bis 23 Uhr gilt die bisherige Regelung, wonach erst nach 90 Minuten eine Werbepause eingelegt werden darf. Diese Regelung würde laut BAKOM dem Service-public-Charakter der SRG-Programme Rechnung tragen: «Im Interesse des Publikums soll das Fernsehprogramm der SRG namentlich in der Hauptsendezeit weniger kommerziell ausgerichtet sein als dasjenige der privaten Konkurrenz», so das BAKOM in seiner Medienmitteilung.

 

Quelle:

BAKOM Medienmitteilung vom 13. Oktober 2010:
http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/medieninformationen/00471/index.html?lang=de&msg-id=35566


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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