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07.09.2010
00:00

Sonntagszeitung will Vorreiterrolle im investigativen Journalismus


(ja) Die «Sonntagszeitung» hat einen neuen Recherche-Desk eingerichtet und kündigt an, damit ihre Ressourcen im investigativen Journalismus ausbauen und ihre Vorreiterrolle in der Lancierung von Primeurs festigen zu wollen. Leiter des neuen Recherche-Desk wird der 47-jährige Martin Stoll, der 2009 für seine Recherchen im «Fall Nef» mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet wurde. Martin Stoll hat die Schweizer Journalistenschule MAZ absolviert und schreibt bereits seit 1995 für die «Sonntagszeitung». Zudem ist er seit Juni 2008 stellvertretender Leiter des Nachrichtenressorts, was er auch weiterhin bleiben wird.

Ab 1. Oktober wird das Nachrichtenressort der «Sonntagszeitung» von Oliver Zihlmann geleitet, da der bisherige Nachrichtenchef Simon Bärtschi unlängst zum stellvertretenden Chefredaktor der «Sonntagszeitung» ernannt wurde. Der 38-jährige Oliver Zihlmann hat bereits Ende der 90er-Jahre für verschiedene Ressorts der «Sonntagszeitung» geschrieben und dabei auch fünf Jahre als ständiger Mitarbeiter aus Berlin gearbeitet, bevor er zum Fokus-Bund zurückgekehrt ist.

Inwiefern der neue Desk zu eingehenderen Recherchen, zu interessanteren Storys in der «Sonntagszeitung» und zu mehr Primeurs führen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass die «Sonntagszeitung» mit diesem Modell, das den medienkonvergenten Fernseh- und Radiosendern entliehen ist, eine Vorreiterrolle in der redaktionellen Organisation der Presse übernimmt. In Anlehnung an die medienkonvergenten Sender hat auch schon der «Blick» mit der Einrichtung eines Newsrooms auf den Trend in Richtung kollektiver Recherche reagiert.

 


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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