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29.05.2010
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Anzügliche Karikatur mit Priester zulässig


(epd/ja) Der Deutsche Presserat hat entschieden, dass die Karikatur «Kirche heute» im Satiremagazin «Titanic» vom April dieses Jahres zulässig war, die einen knienden Priester auf Schritthöhe vor Jesus am Kreuz zeigt. Entstanden ist die Karikatur im Kontext der Debatte um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Beim Deutschen Presserat sind daraufhin 198 Beschwerden eingereicht worden. Diese weist der Presserat nun zurück mit folgender Begründung: «Hier wird nicht Jesus oder der christliche Glaube verhöhnt, sondern das Verhalten christlicher Würdeträger kritisiert, die sich ihren Schutzbefohlenen gegenüber falsch verhalten haben.» Eine Kirche, die dies decke oder nicht genügend zur Aufklärung beitrage, müsse auch mit dieser Art von Kritik leben. «In einer Demokratie ist die Pressefreiheit ein massgebliches Gut, die auch Kritik an ihren Grundpfeilern, wie sie das Christentum in Deutschland darstellt, mit einschliesst», so Ursula Ernst, Vorsitzende des Beschwerdeausschusses.


Link:

Deutscher Presserat:
http://www.presserat.info/


 
 

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