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21.06.2010
00:00

Medienkonvergenz der SRG Deutschschweiz


(SRG/ja) Am 21. Juni hat der Verwaltungsrat der SRG SSR idée suisse das Detailkonzept «Medienkonvergenz SRG.D» genehmigt. Damit wird die Zusammenlegung von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen SF zum neuen Unternehmen Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) auf den 1. Januar 2011 vollzogen. Erarbeitet wurde das Konzept von rund 230 Mitarbeitenden von SR DRS, SF und tpc ag unter der Co-Leitung von Hansruedi Schoch und Rudolf Matter, dem designierten Direktor von SRF. Ihm unterstellt sind acht Geschäftsleitungsmitglieder: die beiden Chefredakteure von Radio und Fernsehen, die Abteilungsleitenden Programme, Kultur, Sport und Unterhaltung sowie die Leitenden der fusionierten Supportabteilungen Kommunikation und Marketing sowie Finanzen und Controlling. Stabsbereiche der Regionaldirektion sind die Abteilungen Human Resources, Unternehmensentwicklung mit Ausbildung sowie Programmstrategie mit Publikumsforschung und Programmcontrolling. Weiter vorgesehen ist die Vereinigung von Produktion und IT im tv productioncenter zürich ag (tpc).

Die neue Struktur soll laut Medienmitteilung der SRG die Inhalte des Unternehmens stützen. Alle Geschäftsleitungsmitglieder tragen «trimediale Verantwortung» für Radio, Fernsehen und Multimedia. Einen besonderen Stellenwert erhält die neue Abteilung Programme, die den Auftritt von SRF im Publikumsmarkt prägen soll. Zudem trifft sie gemeinsam mit den Chefredaktoren Vereinbarungen über die Programmleistungen. Ziel sei laut SRG, «kostenbewusst zu arbeiten und Mittel für neue Ideen und Konzepte zur Verfügung zu stellen.» In Rücksicht auf die unterschiedlichen Medien von Radio und Fernsehen und im Sinne einer «Binnenkonkurrenz» sieht die medienkonvergente Struktur nach wie vor einen separaten Chefredaktor für Radio und für Fernsehen vor. Demgegenüber sollen inhaltlich verwandte aber bisher getrennte Redaktionen bestimmter Themenbereiche jeweils an einem Standort und unter einer Führung zusammenwachsen und für alle Kanäle produzieren.

Die Themenbereiche Konsum und Gesundheit werden am Leutschenbach zusammengezogen und die Redaktion für IT / Neue Medien wird als neue Abteilung «Digital Plus» im Radiostudio Zürich arbeiten. Die neu geschaffene Abteilung Kultur wird aus produktionstechnischen Gründen ihren Hauptstandort in Basel haben. Daher werden rund 20 Stellen von Kultur-Redakteuren vom Zürcher Radio- und Fernsehstudio nach Basel verlegt. Die Abteilung Sport wiederum wird von der Informationsabteilung des Radiostudios Bern nach Zürich umziehen. Die Abteilung Unterhaltung bleibt in der aktuellen Form bestehen und beinhaltet Volksspiele, Volksmusik, Spiele, Reisen, Kochen, Lifestyle und Kindersendungen.


Quelle:

SRG SSR idée suisse:
http://www.srgssrideesuisse.ch/de/medien/single/date/2010/medienkonvergenz-srg-ssr-detailkonzept-fuer-die-srg-deutschschweiz-verabschiedet/


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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