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24.10.2008
09:05

Radiosymposium 2008: Jugendliche sind gut informiert


(Inside SRG SSR/ja) Das 5. Radiosymposium von Schweizer Radio DRS kommt zum Schluss, dass die junge Generation politisch gut informiert ist. Rund 40 Stunden pro Woche wenden sich Jugendliche den Medien zu, wobei sie es offenbar schaffen, neben anderen Lebensaufgaben wie Schule, Berufswahl und Beziehungen eine sinnvolle Medienselektion vorzunehmen. Das zeigt jedenfalls ein Vergleich der politischen Informiertheit zwischen Jugendlichen aus der Schweiz und den USA, wonach die Schweizer Jugendlichen doppelt so gut über politische Themen informiert sind wie die amerikanische Vergleichsgruppe, so Medienprofessor Heinz Bonfadelli. Dass Jugendliche generell noch wenig Bereitschaft zur politischen Teilnahme zeigen, ist zudem kein neues Phänomen. Bereits in 1979 war Politik das Schlusslicht auf der Interessenliste junger Menschen, so Medienprofessor Klaus Neumann-Braun. Dass die Jugendlichen „overnewsed“ seien, könnte allerdings zutreffen, so Stephanie Weiss, Leiterin des Medienreferats von Schweizer Radio DRS. Denn die Mediennutzung nimmt weiter zu und verteilt sich auf mehrere Medien, die auch zunehmend parallel genutzt werden. Entscheidend für das Wissen über Lokalpolitik ist allerdings die Art des genutzten Mediums: Wer regelmässig eine bezahlte Tageszeitung liest und das öffentliche Fernsehen nutzt, schneidet besser ab als Nutzer von Privatsendern. Die politische Information in den öffentlichen Sendern führt also zu einer besseren politischen Informiertheit und legitimiert somit die Gebührengelder. Um den Qualitätsjournalismus zu unterhalten, braucht es allerdings auch die Bereitschaft der jungen Mediennutzer, für gute Informationen zu bezahlen.


 
 

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