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15.08.2009
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Ökumenischer Filmpreis 2009


(ja) Der Ökumenische Filmpreis geht am 62. Filmfestival Locarno an den Film «Akadimia Platonos» von Filippos Tsitos, eine Koproduktion von Griechenland und Deutschland 2009. Laut Begründung der Jury sei der Film mit seiner «wohl durchdachte Inszenierung und gut überlegten Kameraführung eine detaillierte Beobachtung einfacher Menschen in ihrem alltäglichen Leben in einem Viertel von Athen». In einem manchmal bittersüßen, manchmal ironischen Ton kritisiere der Film naiven Patriotismus und Xenophobie und plädiere stattdessen für das Aufgeben von Vorurteilen, gute Verständigung zwischen Kulturen und die Akzeptanz von Menschen, auch wenn sie anders seien. Der Preis der Ökumenischen Jury ist mit CHF 20‘000 dotiert und an die Filmdistribution in der Schweiz gebunden. Das Preisgeld wird von den evangelisch-reformierten Kirchen und der römisch-katholischen Kirche der Schweiz zur Verfügung gestellt.

Eine Lobende Erwähnung wurde an den Film verliehen. «Nothing Personal»
von Urszula Antoniak, eine Koproduktion von den Niederlanden und Irland 2009. Laut Begründung der Jury erzählt der Film «zart und in angemessenem Rhythmus eine berührende Geschichte von Einsamkeit und Beziehung durch wunderschöne Bilder unberührter Natur, wobei durch die Musik die Gefühle und Stimmungen der Personen ausgedrückt werden». Dadurch vermittle die Regisseurin eine starke Hoffnungsbotschaft für Menschen, die in ihrem Leben verletzt wurden und neue Beziehungen aufbauen müssten, mit Respekt für die Freiheit und Unabhängigkeit der anderen Person.

Mitglieder der Ökumenischen Jury waren Christine Bolliger-Erard, Frankreich, Lucia Cuocci, Italien, Stefanie Knauß, Österreich/Italien, Bojidar Manov, Bulgarien, und Fawzi Soliman, Ägypten, unter der Leitung des Präsidenten Jos Horemans, Belgien.


Quelle

Interfilm – Das Netzwerk kirchlicher Filmarbeit:
http://www.gep.de/interfilm/deutsch/interfilm3850_14802.htm


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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