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16.08.2008
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Ökumenischer Filmpreis 2008


(gep/ja) Der Filmpreis der Ökumenischen Jury geht am Filmfestival Locarno 2008 an den Film «Mar nero» (Das Schwarze Meer) von Federico Bondi, eine Koproduktion von Italien, Rumänien und Frankreich 2008. Der Film erzählt die Geschichte von Gemma, einer alten italienischen Frau, die vor kurzem ihren Ehemann verloren hat. Während sie versucht, ihre Trauer zu überwinden, wird sie von ihrer Betreuerin Angela, einer Arbeiterin aus Rumänien, unterstützt. Erst allmählich kann Gemma ihre anfängliche Zurückhaltung gegenüber der Rumänin Angela überwinden. Dieser gelingt es, Gemma nach und nach die Augen zu öffnen, was die Zukunft für sie noch bereit hält. Kontext der Geschichte ist die wirtschaftliche und politische Integration Rumäniens in die Europäische Union und die damit verbundene kulturelle Frage von Toleranz und Akzeptanz. Der Ökumenische Filmpreis dotiert mit 20'000 CHF von der römisch-katholischen Kirche und den evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz.

Eine Lobende Erwähnung verlieh die Ökumenische Jury dem Film «Yuriev Den'» (Der Tag in Yuriev) von Kirill Serebrennikov, eine Koproduktion von Russland und Deutschland 2008. Laut Begründung der Jury erzählt der Film die Geschichte einer Opernsängerin auf der Suche nach ihren russischen Wurzeln, die ihren Sohn in ihrer Heimatstadt Yuriev verliert. Dieses Ereignis verändert ihr Leben völlig. Auf der verzweifelten Suche nach ihm wird sie zu einer ‹Mutter› für Arme, Kranke und Verlorene.» Der Film sei voller Bezüge auf die christliche Ikonographie sowie die russische Literatur und das russische Filmschaffen. «Seine hohe künstlerische Qualität und seine symbolische und metaphorische Bildsprache machen den Film offen und herausfordernd», so die Jury in ihrer Begründung weiter.

Der Filmpreis der Ökumenischen Jury wird seit genau 35 Jahren vergeben. Die  Jurymitglieder werden jeweils von INTERFILM und SIGNIS, der Katholischen Weltorganisation für Kommunikation, delegiert. Vertreter in diesem Jahr waren Alexander Deeg, Deutschland, Felipe Espinoza Torres, Mexico, Douglas Fahleson, Irland, Astrid Polz-Watzenig, Österreich, und Sham P. Thomas, Indien, unter der Leitung des Schweizer Präsidenten Serge Molla.

 

Quelle

Interfilm, das Netzwerk kirchlicher Filmarbeit: http://www.gep.de/interfilm/deutsch/interfilm3850_57469.htm

 


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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