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30.11.2009
00:00 Von: Ludwig, Wolf

Journalismus und das Phantom des Öffentlichen

Der Boom der Publizistikwissenschaft, der seit Mitte der 90er-Jahre anhält und mittlerweile ein Institut nach dem anderen aus dem Boden schiessen lässt, wirft die Frage auf, wer denn eigentlich Interesse an dieser Wissenschaft haben soll. Die Journalisten – Objekt dieser Forschung – geben sich gewöhnlich den Erkenntnissen gegenüber eher reserviert. Wie der Wissenstransfer besser gelingen kann, war die zentrale Frage der internationalen Tagung «Journalismus-Forschung im öffentlichen Interesse», die unlängst am Institut für angewandte Medienforschung (IAM) der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHAW) stattfand.


Von Wolf Ludwig

Bei dem prallen Tagungs-Programm mit insgesamt 20 Panels und über 120 Teilnehmern kam viel Widersprüchliches zwischen den hehren medienwissenschaftlichen Ansprüchen und den Niederungen der journalistischen Praxis zur Sprache. Wieder einmal übte sich die versammelte Wissenschaft in einer eloquenten Zustandbeschreibungen über das offenbar gestörte Verhältnis zwischen Journalismus und Forschung, aber auch zwischen Medienpraxis und einem nur schwer definierbaren öffentlichen Interesse. Dabei wurde erneut das Dilemma deutlich, dass auch die klügste Forschung die ökonomischen Grundlagen der Medienindustrie allenfalls analysieren, beschreiben und interpretieren, aber nicht verändern kann.

Geradezu auffällig war, dass unter den Teilnehmenden ausgerechnet die Spezies der Journalisten weitgehend fehlte; gewiss, so wurde angemerkt, Medienwissenschaftler wie Roger Blum, Daniel Perrin oder Stephan Russ-Mohl und wenige mehr sind – oder waren zumindest in ihrem früheren Leben – auch mal praktizierend. Doch Austausch und direkte Verständigung mit dem eigentlichen Objekt der Forschung kamen auch diesmal zu kurz. Und so blieb auch der medienwissenschaftliche Beitrag zur Öffentlichkeit bei so viel Selbstreferentialität im Dunkeln. Lediglich eines war gewiss: Guter Journalismus gilt als Schlüssel für eine informierte Öffentlichkeit.

 

Blockierter Wissentransfer

Zu Beginn der Konferenz beschäftigten sich gleich zwei Panels mit dem Wissenstransfer: Zum einen ging es um den Wissenstransfer zwischen Journalismusforschung und Praxis und zum anderen um «Journalismus im öffentlichen Interesse». Zentral dabei waren die Voraussetzungen und Wirkungsweisen der Massenmedien auf die Öffentlichkeit und auf die Demokratie. Auffällig ist bei solchen Debatten jeweils, dass auch Forschende um mehrere Unbekannte kreisen und allenfalls Annäherungen zu schaffen vermögen, was denn nun tatsächlich «im öffentlichen Interesse» ist.

Stephan Russ-Mohl sprach von den Schwierigkeiten für die Kommunikations- und Journalismus-Forschenden, «genau das zu tun, was sie tun sollten: Mit den journalistischen Vermittlern wie der Öffentlichkeit zu kommunizieren», um dieses ominöse «öffentliche Interesse» zu bedienen. Zu den Grundvoraussetzungen gehörten nach Russ-Mohl der «Zugang zur allgemeinen Öffentlichkeit» (Accessability) und die «Sichtbarkeit» (Visibility). Als Erklärung für diesen offenbar hapernden Kommunikationsprozess zwischen Theorie und Praxis nannte der Medienwissenschaftler «Sprachbarrieren», die auf unterschiedlichen Befindlichkeiten, Problemerfahrungen und Interessen beruhen würden.

In der Tat stellt sich die Frage nach dem möglichen Nutzen der Forschung für die Praxis oder nach «gezielten Anreizen» für eine bessere Verständigung. Bernd Blöhbaum von der Universität Münster beschrieb seine Erfahrungen mit einem Forschungsprojekt über «Journalismus im Wandel», das er mit Berufsorganisationen durchführt. Dabei sei er auf «Offenheit» gestossen und konnte «viel Bereitschaft zur Reflexion» unter den deutschen Medienschaffenden beobachten.

Alice Tejkalova von der Karls-Universität in Prag wiederum sprach von einem «wahren Krieg zwischen Medienschaffenden und -Wissenschaft», was in Tschechien aus historischen Gründen den Dialog erschwere. Diesen Zustand versuche man mit nützlichen Angeboten bei der journalistischen Aus- und Weiterbildung zu überwinden.

Einen spannenden Kontrapunkt im reichhaltigen Tagungsprogramm setzten die Themenblöcke «Journalismus und Demokratisierung» und «Journalistische Praxis weltweit». Bei diesen Panels wurden die krassen Unterschiede zwischen den vergleichsweise kommoden gesellschaftlichen Bedingungen für Medienschaffende in rechtsstaatlichen Ländern besonders deutlich. Die Beiträge belegten die extrem schwierigen Rahmenbedingungen für Medien in Krisengebieten, Transitionsländern oder in Staaten der südlichen Hemisphäre.

 

Medien als Problemfaktor oder Vermittler

Am Beispiel Bosnien-Herzegovina führte Adisa Busuladzic von der Universität in Sarajevo die weiterhin schwierigen Grundvoraussetzungen für Meinungsfreiheit aus. Die dortigen Medien haben nicht unerheblich zum Verfall und den darauffolgenden kriegerischen Konflikten im ehemaligen Jugoslawien beigetragen, indem sie Ressentiments unter den Volksgruppen schürten und in keiner Weise zur Deeskalation in der Region beitrugen.

Auch heute, so lautete die nüchterne Bestandsaufnahme, seien Medien weiterhin mehrheitlich Teil des Problems, statt dass sie zur Verständigung und Stabilität in den neuen Balkanrepubliken beitragen würden. Adisa Busuladzic erläuterte die neuen Machtstrukturen, die weiterhin gekennzeichnet seien von schwachen öffentlichen und politischen Institutionen, einem ineffizienten Rechtssystem, wo sich umso leichter Allianzen aus machtbesessenen Politikern und zwielichtigen Geschäftsleuten breitmachen könnten. Statt solche Entwicklungen kritisch zu beleuchten, suchten die Medien in Bosnien-Herzegovina vielmehr die «Kumpanei und Komplizenschaft mit der neuen Macht», so die Wissenschaftlerin. Zur besseren Kontrolle der veröffentlichten Meinung würden Medien von den Mächtigen aufgekauft, was zu «italienischen Zuständen» führe – «Berlusconi lässt grüssen». Die Verhältnisse in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens ähnelten sich oft. Auch im Kosovo werde die «Macht und Ohnmacht der Medien» beklagt. Statt die fragilen Demokratisierungsprozesse nachhaltig zu fördern, prägten weiterhin mangelhafte Qualität und politische Abhängigkeiten die Medienlandschaft (vgl. Gürtler, 2004).

Auch in Afrika südlich der Sahara sind Medien und deren Macher mit ungleich härteren Herausforderungen konfrontiert. Teke Ngomba von der Universität Aarhus führte in seinem Heimatland Kamerun eine Umfrage unter politischen JournalistInnen durch: Der Anspruch, bei ihrer Arbeit dem «öffentlichen Interesse» und «dem Volk zu dienen» und dabei auch «die Mächtigen herauszufordern», werde von den Befragten einhellig erhoben. Auch ihr mediales Rollenverständnis decke sich, ihren Aussagen zufolge, weitgehend mit dem ihrer BerufskollegInnen in westlichen oder europäischen Ländern, das heisst, sie sähen darin «keine kulturell bedingten Besonderheiten». Dennoch seien Medienschaffende dort häufiger mit elementaren Barrieren konfrontiert wie dem Kampf um Lizenzen mit autoritären Regierungsstellen, einer völlig veralteten Produktionstechnik sowie mit Distributionen über weite Distanzen und über ein miserables Verkehrsnetz. Nicht zuletzt müssten Medien dort ein Publikum bedienen, das entweder des Lesens nicht mächtig sei oder andere Überlebenssorgen habe und keine Kaufkraft für luxuriöse Druckerzeugnisse besässe (vgl. Ludwig, 2008). Weitere Faktoren wie eine miserable und nicht existenzsichernde Entlöhnung machten den Journalismus in Kamerun oft abhängig und anfällig für Gefälligkeiten, Nebenerwerb und Korrumpierbarkeit.

 

Marginale Medien und Broadcasting 2.0

An einem weiteren Fallbeispiel berichtete Christoph Spurk, Dozent am IAM in Winterthur, über das westafrikanische Liberia, das 14 Jahre lang von einem Bürgerkrieg zerrüttet wurde. Auch nach der Wahl einer Staatspräsidentin im Januar 2006 sei das Land nicht wirklich zur Ruhe gekommen. Halbwegs funktionierende staatliche Strukturen seien bis heute kaum erkennbar. Unter solchen Verhältnissen bleibe auch der Stellenwert der Medien marginal: angefangen vom Fernsehen mit spärlicher Verbreitung über wenige Rundfunkstationen bis hin zu ein paar Zeitungen. Dennoch versuche man dort mit Untersuchungen, Beratung und Erfahrungstransfer an Medienschaffende und soziale Akteure elementare Grundlagen zu schaffen, was unter den gegebenen Umständen schnell an Grenzen stosse.

Über neue Formen von Journalismus unter Extrembedingungen und erfolgreicher Nachrichtenvermittlung referierte Shawn Powers am Beispiel des englischen Kanals von Al-Jazeera (AJE). Der im November 2006 lancierte Ableger des arabischen Senders habe während des Gaza-Kriegs um die Jahreswende 2008/09 seine Bewährungsprobe bestanden: dank Broadcasting 2.0 und neuen Medienplattformen wie Internet und Handy. Durch die hermetische Abriegelung des Gaza-Streifens durch israelische Streitkräfte sei es internationalen Berichterstattern kaum noch möglich gewesen, aus dem umkämpften Gebiet zu berichten. Die systematische Nachrichtensperre habe Al-Jazeera nur durch ein Netzwerk von einheimischen InformantInnen und mittels Handy-Kameras und webgestützten Informationskanälen überwinden können. Für diesen Online-Durchbruch habe der Sender massiv in sein neues Medienteam und dessen angemessene Ausrüstung investiert. Die neue Nachrichtenproduktion habe AJE ausserdem «eine hohe Zuschauerbindung» gebracht. «Gaza erwies sich für Al-Jazeera English, was der zweite Golfkrieg zum Jahresbeginn 1991 für CNN war», urteilt Shawn Powers. Doch auch Kritik, dass unter solchen Bedingungen die Unabhängigkeit der Berichterstattung leide, Nachrichten von Kriegsparteien instrumentalisiert würden und die Hamas die Bilder des Krieges kontrollierten, wie «Der Spiegel» unlängst argwöhnte (Putz, 2009), blieb nicht aus.

Die Debatten an der Hochschule in Winterthur, insbesondere über Journalismus in Krisen- und anderen Weltregionen, machten wiederholt deutlich, dass Begriffe und Bezugsgrössen wie «öffentliches Interesse» nach wie vor weitgehend westlich geprägte Konzepte sind und nicht beliebig auf andere Weltgegenden übertragen werden können – auch nicht mit Verweis auf eine zunehmende Globalisierung. Wie bei anderen, in der Medien-Branche häufig strapazierten Tugenden wie «Wahrheit», «Objektivität», «Sachlichkeit» oder «Glaubwürdigkeit» können bestenfalls Annäherungen erreicht werden.

 

«Verelendung und Generationswechsel»

Beobachter sprechen bei der Zustandsbeschreibung der Journalisten-Zunft und deren «Befindlichkeit» ausgerechnet im Medien- und Informationszeitalter immer häufiger von einer «Verelendung mitsamt einem Generationswechsel», wie Kurt Imhof gegenüber der NZZ (2009a) unlängst verlauten liess. Der Soziologe und Öffentlichkeitsforscher attestiert dem schreibenden Personal zwar weiterhin eine «hohe Wertbindung», die sich jedoch «nicht bzw. nicht mehr umsetzen lasse». Interpretationsmuster für den teilweise beklagenswerten Zustand der Zunft gibt es verschiedene. So besann sich Daniel Perrin in seiner Eröffnungsrede auf die frühen Tage seiner eigenen Journalismuspraxis «als der durchschnittliche Berufsanfänger ein Studienabbrecher war». Denn geregelte medienwissenschaftliche Studiengänge gab es vor 20 oder gar 30 Jahren noch nicht, zumindest weder in Deutschland noch in der Schweiz. Mehr aus Verlegenheit denn Überzeugung studierte man halt Germanistik, Soziologie oder Politik, um das journalistische Handwerk dann in der Praxis zu lernen. Journalisten jener Tage, so eine mögliche Interpretation, verspürten häufiger ein Theoriedefizit, was das Nachdenken über das berufliche Schaffen und die Weiterbildung förderte. Die heutzutage an medienwissenschaftlichen Instituten formal oft besser ausgebildeten Medienprofis ziehen offenbar eine klare Trennungslinie zwischen den schönen theoretischen Grundlagen und ihren Erfahrungen in der journalistischen Praxis. Und diese Welten und deren Orientierungen sind, so scheint’s, nicht unbedingt kompatibel.

Werte, Normen, Bezugsgrössen oder Rollenverständnis geraten in den Niederungen des journalistischen Berufsalltags vermehrt durcheinander. Diese Töne wurden auch schon an anderen Medientagungen angeschlagen, so an den Bieler Kommunikationstagen mit Medienprofessor Otfried Jarren (vgl. Berger 2009) und an der Jahrestagung der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften mit Soziologe Kurt Imhof (vgl. Imhof 2009b). Demnach eigneten sich schöne Schlagworte wie «öffentliches Interesse», «Gemeinwohl», «diskursive Demokratie» oder «vierte Gewalt» bestens für Branchentagungen und Sonntagsreden, in der Praxis zählten jedoch die Quoten und Auflagen, die Vorstellung, was beim Publikum oder Redaktionsleiter ankommt, sowie die Angst um den Arbeitsplatz oder die eigene Karriere. – Und wer will es einer Berufszunft verdenken, die über Jahre derart brutal von permanenten Budgetkürzungen, Restrukturierungen, Fusionen oder Übernahmen und den damit einhergehenden Entlassungswellen gebeutelt wurde? Diese strukturellen Gegebenheiten würden nach Meinung von Kurt Imhof auf die Selbstwahrnehmung und den Enthusiasmus des Journalisten durchschlagen. In diesem gestörten «Medien-Ecosystem» hätten auch die Zeitungsverleger und ihre Geschäftsführer namens Verlagsmanager «ihre publizistische Kompetenz verloren», urteilt Otfried Jarren (vgl. Berger, 2009).

 

Veränderte Regulierungsansätze

Bei der Podiumsdiskussion in Winterthur erinnerte Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamts für Kommunikation (Bakom), daran, «dass eine traditionelle Medienpolitik (one-to-many) die mediale Landschaft noch mit Aufsicht, Konzessionsvergabe und anderen Regulierungsinstrumenten mitprägen konnte». Dieser staatliche «Top-down-Ansatz» stosse jedoch ausserhalb der klassischen Rundfunkpolitik und seit der Verbreitung von Internet und anderen neuen Medien (many-to-many) zunehmend an seine Grenzen. Bei den enger werdenden Regulierungsspielräumen sprach der Bakom-Aufseher von «neuen innovativen Versuchen, in Kooperation mit Medienwissenschaft und -Institutionen verbindliche Qualitätsstandards und ethische Codes für die Branche zu entwickeln», so beispielsweise mit einer redaktionellen Qualitätssicherung bei privaten Radio- und TV-Veranstaltern. Ein solcher Erfahrungstransfer aus der Journalismusforschung könne für Dumermuth durchaus «der Beginn eines Lernprozesses werden und zur Verbesserung der Qualitätsstandards beitragen».

Bei solchen akademischen Diagnosen und Therapievorschlägen gerieten bisweilen auch die Bilder und Vergleiche durcheinander. So sprach Klaus Meier von der Universität Dortmund von einer Art paternalistischem Onkel-Doktor-Verhältnis zu seinen siechenden Patienten, denen man nur die richtige Medizin zur Genesung verabreichen müsse. Die Kommunikationswissenschaftlerin Barbie Zelizer von der renommierten Annenberg School der Universität Pennsylvenia verglich das gestörte Verhältnis zwischen Forschung und Praxis dagegen eher «mit einer ambitionierten Ehe». In einer solchen Partnerschaft brauche es bei allen Konflikten und gelegentlichen «Verständigungsproblemen» die gegenseitige «Bereitschaft, sich respektvoll und sprachlich angemessen auszutauschen». Auch Martin Dumermuth sieht Auswege aus der Misere «nur in einer horizontalen Kommunikation auf gleicher Augenhöhe».

Über veränderte Ansätze, Anspruchshaltungen und ein neues Rollenverständnis der Journalismusforschung referierte Vinzenz Wyss, Forschungsleiter am IAM, «als Berater und Dienstleister zwischen Regulierungsbehörden und Medienbetreibern». Nach Wyss veränderten Konzepte wie «regulierte Selbstregulierung», «Ko-Regulierung» oder «Mediagovernance» auch die Funktionsweise von Medienanbietern, indem das Bakom als Aufsichtsbehörde die Konzessionierung und Gewährung von Gebührenanteilen an Privatsender mit einem Qualitätsmanagement verknüpfe. Bei dieser Ko-Regulierung brauche der Regulator die begleitende Unterstützung der Journalismusforschung mit neuen Modellen. In diesem Prozess verändere sich zwangsläufig auch die Rolle der Forschung, einmal als Dienstleister für die Regulierungsbehörde, einmal als Berater der Privatsender, die dieses Qualitätsmanagement-Konzept umsetzen müssen.

Einige Medienwissenschaftler befürchten jedoch, dass sich aus dieser multiplen Rollenkonstellation unvermeidlich Interessenskonflikte ergeben, die Wissenschaft und Forschung nicht zuträglich seien. Denn mit solcher Dienstleistung und Beratung gehe auch Distanz und Unabhängigkeit verloren. Und so stellte sich auch zum Schluss die Frage, wem Medienwissenschaft und Journalismus eigentlich verpflichtet sind: der Öffentlichkeit oder sich selbst?

 

Wolf Ludwig ist freier Medienjournalist.

 

Der internationale Kongress «Journalismus-Forschung im öffentlichen Interesse» fand vom 19. bis 21. November an der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHAW) statt. Durchgeführt wurde der Kongress vom Institut für angewandte Medienwissenschaft (IAM) in Kooperation mit dem Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ). Im Programm waren insgesamt 20 Panels, die dreispurig durchgeführt wurden, u.a. zu Journalismusforschung und Wissenstransfer, Publikumsforschung, Neue Medien, Partizipation des Publikums und Demokratisierung durch Journalismus. Teilgenommen haben rund 120 Gäste aus über 20 Ländern.

 

Links:

Tagungswebsite: International Conference Journalism Research in the Public Interest
http://project.zhaw.ch/de/linguistik/jrc.html

Institut für angewandte Medienwissenschaft (IAM) an der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHAW):
http://www.iam.zhaw.ch/

Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) an der Universität Zürich:
http://www.ipmz.uzh.ch/de/index.html

 

Quellen:

Berger, Roman (2009): Vierte Gewalt und Service public: «Mythen von gestern»?
Kontroverse an den 8. Bieler Kommunikationstagen. In: Medienheft, 30. Oktober 2009:
http://www.medienheft.ch/uploads/media/p09_BergerRoman_01.pdf

Gürtler, Carole (2004): Macht und Ohnmacht. Medien im Kosovo. In: Medienheft, 07. September 2004: http://www.medienheft.ch/uploads/media/k22_GuertlerCarole.pdf

Gürtler, Carole / Ljuma, Samir (2009): Medien in Kosovo. Noch alles andere als frei. In: Medienheft, 09. Februar 2009: http://www.medienheft.ch/uploads/media/p09_GuertlerLjuma_01.pdf

Imhof, Kurt (2009): Fröhlich im falschen Leben. Ein Gespräch mit dem Zürcher Professor Kurt Imhof über die Befindlichkeit im gegenwärtigen Journalismus. In: NZZ, 17. November 2009:
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/froehlich_im_falschen_leben_1.4025816.html

Ludwig, Wolf (2008): Grenzenlose Werbefreiheit. Der Jahreskongress der Schweizer Presse mit Wahrnehmungsgrenzen. In: Medienheft, 18. September 2008:
http://www.medienheft.ch/uploads/media/k08_LudwigWolf_02.pdf

Putz, Ulrike (2009): Gaza-Krieg. Wie die Hamas die Bilder des Krieges kontrolliert. In: Spiegel-Online, 10. Januar 2009: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,600567,00.html

 

Weiterführende Literatur:

Habermas, Jürgen (1990): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Neuauflage Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt.

Haller, Michael (2002): Der Journalismus im Medien-Theater. In: Medienheft, 02. April 2002:
http://www.medienheft.ch/uploads/media/k18_HallerMichael.pdf

Imhof, Kurt (2009): Aufklärung – quo vadis? Sozialfiguren der öffentlichen Wissensvermittlung. In: Wissenschaftskommunikation – Chancen und Grenzen, Akademien der Wissenschaften Schweiz, Zürich, April 2009:
http://www.sagw.ch/dms/sagw/tagungen_sagw/follow_up/fu-ft09/wissenschaftskommunikation-03/wissenschaftskommunikation-03.pdf

Krüger, Thomas (2003): Strukturwandel der Öffentlichkeit 2.0. Rede vom 1.12.2003, Bundeszentrale für politische Bildung: http://www1.bpb.de/presse/LJZ47Z,0,Strukturwandel_der_%D6ffentlichkeit_2_0.html

McChesney, Robert (2000): Rich Media, Poor Democracy. Communication Politics in Dubious Times. In: The New Press, New York.

Ramonet, Ignacio (2005): Die Krise der Medien und die fünfte Macht. In: WOZ, 02. Juni 2005.

Ramonet, Ignacio (1999): La tyrannie de la communication. Galilée.

Wolton, Dominique (2007): Sauver la communication. Champs Flammarion.


 
 

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