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26.01.2008
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Papst übt scharfe Kritik an den Medien


(epd/ja) In seiner Botschaft zum Weltmedientag vom 24. Januar übt Papst Benedikt XVI. scharfe Kritik an den Medien. In der päpstlichen Botschaft warf er Rundfunk und Presse vor, die Menschenwürde zu missachten und die öffentliche Meinung zu manipulieren. Unter dem Titel „Medien am Scheideweg zwischen Selbstdarstellung und Dienst“ warf Benedikt dem Fernsehen vor, für höhere Einschaltquoten Vulgarität und Gewalt zu zeigen. Zwar hätte die rasante technologische Entwicklung der Medien auch zur Alphabetisierung und zur Entwicklung der Demokratie und des Dialogs unter den Völkern beigetragen. Doch es bestehe die Gefahr, dass Rundfunk und Presse dem Publikum Auffassungen aufzwingen würde, „die von den herrschenden Interessen des Augenblicks diktiert werden“, so Benedikt. Die Medien würden zwar immer mehr die Wahrnehmung der Wirklichkeit prägen, jedoch häufig nicht der Information dienen, sondern selber Ereignisse schaffen. „Wenn die Kommunikation die ethische Verankerung verliert und sich der sozialen Kontrolle entzieht, trägt sie nicht mehr der zentralen Stellung und der unverletzlichen Würde des Menschen Rechnung“, so Benedikt. Analog zur medizinischen Debatte über eine „Bioethik“ müsse auch eine „Info-Ethik“ entwickelt werden, die über die Einhaltung moralischer Standards wache, so der Papst.

 


 
 

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