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17.09.2008
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Ökumenische Kampagne "0.5% gegen Armut" erfolgreich


(ja) Die Kampagne „0,7% gegen Armut“ der kirchlichen Hilfswerke von Alliance Sud kann als Teilerfolg gewertet werden: In einer Sitzung vom 17. September 2008 stimmte der Ständerat zwei Rahmenkrediten von insgesamt 5,3 Milliarden Franken für die Schweizerische Entwicklungshilfe der nächsten vier Jahre (2009 bis 2012) zu. Die Kredite gehen an die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und an das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Darüber hinaus hat der Ständerat einen Beschluss angenommen, der den Bundesrat beauftragt, im nächsten Jahr einen ergänzenden Rahmenkredit vorzulegen. Mit diesem Kredit soll die Entwicklungshilfe bis 2015 einen Anteil von 0,5% des Bruttonationaleinkommens (BNE) erreichen. Die Vorlage muss nun auch vom Nationalrat angenommen werden, der ihn als Erstrat im Juni noch abgelehnt hat.

Mit 0,5% des BNE für die Entwicklungshilfe macht die Schweiz einen wichtigen, wenn auch kleinen Schritt in Richtung der Millenniumsziele, welche die Vereinten Nationen im Jahr 2000 formuliert haben, um die Armut effektiv zu bekämpfen. Wie die UNO errechnet hat, müsste die Entwicklungshilfe der Industriestaaten auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens erhöht werden, um die Armut bis 2015 zu halbieren. Im Jahr 2005 haben die 15 westeuropäischen EU-Staaten beschlossen, diese Massnahme umzusetzen. Seit 2006 war die Entwicklungshilfe der Schweiz jedoch rückläufig.


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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