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23. Februar 2001 Kurdische Öffentlichkeiten Zur Darstellung des Kurdenkonflikts in den Medien Mit dem Spezial-Dossier Kurdische Öffentlichkeiten publiziert die Redaktion Medienheft Ergebnisse eines Seminars unter dem Titel „Kurdische Öffentlichkeiten“ am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Freiburg Ue. Unter der Leitung des Dozenten haben Studierende die Resultate ihrer Auseinandersetzungen mit kurdischen Öffentlichkeiten zu einer Webseite verarbeitet. Die Publikation der Recherchen sowie ausgewählter Seminararbeiten auf diesen Webseiten sind Ausdruck einer ersten, hinführenden Beschäftigung mit der kurdischen Kultur und dem durch ihre Unterdrückung bedingten Konflikt. Mit Methoden der Interpretation, der Ideologiekritik, der journalistischen Recherche sowie der wissenschaftlichen Analyse arbeiteten die Studierenden sich ins Thema ein. Mit der Publikation der Webseiten versuchen sie die Ergebnisse zu dokumentieren und einen Beitrag zur chancengerechten interkulturellen Verständigung zu leisten. "Kurdische Öffentlichkeiten“ – der Titel ist programmatisch. Die Formulierung im Plural verweist auf ein unübersichtliches und widersprüchliches Geflecht aktueller Diskurse von, mit und über Kurden. Welche Beiträge leisten diese Diskurse, damit Kurden ihr kulturelles und politisches Selbstverständnis artikulieren und chancengerecht in den jeweiligen Öffentlichkeiten vertreten können?
Unterdrückte Öffentlichkeit in der Türkei In ihrer Heimat leben die Kurden als Minderheiten in einem Gebiet, das verschiedene Staaten unter sich aufteilen: vor allem die Türkei, der Iran, der Irak und Syrien. Kurdische Kultur beziehungsweise Öffentlichkeit kann sich demnach nicht auf einen eigenen (National-)Staat hin fokussieren. Die Versuche der Kurden zur kulturellen Selbstverständigung oder gar zur politischen Selbstbestimmung werden von den betreffenden Staaten mit Argwohn beobachtet, als Bedrohung ihrer staatlichen Souveränität bewertet und mit politischer und militärischer Gewalt bekämpft. Auf den Webseiten des Seminars wird die Entwicklung des Kurdenkonflikts exemplarisch am Beispiel der Türkei beobachtet. Dort hat sich die Kurdenkrise wesentlich verschärft, als nach dem Ersten Weltkrieg Kemal Atatürk den türkischen Nationalstaat nach modernem europäischen Muster aufbaute. Einerseits strebt die moderne Türkei freie Marktwirtschaft, demokratische Selbstbestimmung und die rechtsstaatliche Organisation der Gesellschaft an. Andererseits führt die türkisch-nationalistische Auslegung dieses "Zivilisierungsprogramms" zu einer Assimilationspolitik, welche nicht-türkischen Minderheiten eine eigenständige kulturelle Identität abspricht und ihnen Rechte zur kulturellen und politischen Autonomie verwehrt. Laut der derzeit gültigen türkischen Verfassung darf niemand nach Sprache, Rasse, Geschlecht, Weltanschauung und Religion unterschiedlich behandelt werden. Dieser Grundsatz wird in der Türkei als Auftrag des Staates verstanden, vorhandene ethnische und religiöse Ungleichheiten abzubauen bzw. die Schaffung einer ethnischen Gruppe zu verhindern. Im Kontext dieser gleichschaltenden Tendenzen moderner Zivilisierung erhalten die kontroversen Debatten um Religion, Ethnizität und Sprache ihre Brisanz. Auf der Webseite werden Untersuchungen vorgestellt, die aufzeigen, wie der türkische Staat oppositionelle Medien unterdrückt (Bericht der "Reporter ohne Grenzen" von 1993) und wie er Einrichtungen kurdischer Öffentlichkeiten einschränkt (Menschenrechte und Sondergesetze in der Türkei). Der Frage, wie Frauen den kurdischen Konflikt erfahren und ihre Interessen artikulieren, ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
Gegenöffentlichkeit und Propaganda der PKK Die Unterdrückung der kurdischen Kultur und Autonomie in der Türkei führte zu verschiedenen Formen des Widerstandes: vom zivilen Ungehorsam, über die Formierung von Öffentlichkeiten im Untergrund bis hin zum Kampf mit militärischen Mitteln. Seit Mitte der 80er Jahre avancierte die Kurdische Arbeiterpartei PKK zu einer der wichtigsten Kräfte des kurdischen Widerstandes, ihr Führer Abdullah Öcalan wurde zu einer Symbolfigur des politischen und militärischen Befreiungskampfes. Mit der Dramatisierung des Kurdenkonflikts durch militante Aktionen vermochte die PKK die Aufmerksamkeit der internationalen Medienöffentlichkeit zu mobilisieren und die schwelende Krise zu einem Nachrichtenwert und somit zu einem internationalen Traktandum zu machen. In ihrer Ideologie folgte die PKK marxistisch-leninistischen Prinzipien und begriff Kurdistan als eine türkische Kolonie, die durch den bewaffneten Kampf befreit und revolutioniert werden müsse. Die PKK verfolgte somit eine ähnliche Politik der politischen und wirtschaftlichen Modernisierung nach europäischem Vorbild wie die türkische Regierung, jedoch mit anderen Vorzeichen. Von der Forderung nach einem unabhängigen kurdischen Staat sowie vom marxistisch-leninistischen Internationalismus ist die PKK in den letzten Jahren allerdings abgerückt. Auf die verschiedenen Angebote der PKK, den Konflikt mit friedlichen beziehungsweise politischen Mitteln zu lösen, ist der türkische Staat bislang nicht eingetreten. Für die Hardliner in den Regierungsparteien gibt es im starken, zentralistischen Einheitsstaat keine Kurdenkrise, nur ein Terrorismusproblem. Nationalistische Kreise interpretieren die Waffenstillstandsangebote der PKK nur als Eingeständnis ihrer Niederlage. Die Verhaftung Öcalans schlachten sie propagandistisch als Erfolg der Türkei aus. Immerhin riefen die Bilder vom gefesselten Öcalan unter den Kurden das Gefühl einer kollektiven Erniedrigung hervor und vermochten wenigstens kurzfristig das Interesse der Welt-Öffentlichkeit an den Kurden zu wecken.
Internet und Satellitenfernsehen als Foren der Exilkommunikation Ein wichtiger Teil kurdischer Öffentlichkeit bildet sich im Exil. Beschränkt ist der kulturelle und politische Spielraum der in die westtürkischen Städte geflüchteten Kurden. Bis vor kurzem nutzten kurdische Organisationen wie vor allem die PKK benachbarte Staaten wie Syrien, Irak und Libanon, um Basen für die politische und militärische Schulung sowie für den bewaffneten Kampf aufzubauen. Die grösste Kolonie kurdischer Exilanten lebt in europäischen Staaten wie in Deutschland, Schweden und der Schweiz. Vom Exil aus unterstützen und finanzieren sie den politischen und militärischen Kampf. Mit ihrem Engagement im Exil leisten sie einen Beitrag, damit der Kurdenkonflikt in der internationalen Medien-Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Ein typisches Beispiel dafür waren 1999 die friedlichen und militanten Demonstrationen, mit denen die Kurden gegen Verhaftung und Entführung Öcalans in den wichtigsten europäischen Städten protestierten. - Grenzüberschreitende Medientechnologien wie das Satelliten-Fernsehen und das Internet nutzen die Kurden, um im Exil jene Formen von kultureller und politischer Öffentlichkeit aufzubauen, die ihnen in ihrer Heimat verwehrt sind. Konsequent setzen sie die Presse, das Internet und das Satelliten-Fernsehen ein, um die Kurden in der Diaspora zu sammeln, den Kontakt mit den Menschen in den Herkunftsländern nicht abbrechen zu lassen und international eine nachhaltige Gegenöffentlichkeit für die Anliegen der Kurden zu schaffen. Darstellung des Kurdenkonflikts in der Schweizer Öffentlichkeit Mit ihrem Fremdbild beziehungsweise ihrer Wahrnehmung von aussen können Medien in Drittstaaten, die nicht direkt am Kurdenkonflikt beteiligt sind, einen wichtigen Beitrag leisten, damit (1) die Krise international nicht in Vergessenheit gerät, (2) Nachrichten von möglichst unabhängigen Quellen verfügbar bleiben, (3) Zusammenhänge analysiert und (4) Entwicklungen im Hinblick auf friedliche und verständigungsorientierte Lösungen interpretiert werden. Mit Inhaltsanalysen untersuchten Studierende die Darstellung des Kurdenkonflikts in ausgewählten Schweizer Zeitungen wie der Neuen Zürcher Zeitung, dem Tages-Anzeiger, der Berner Zeitung, dem Bund, der Freiburger Nachrichten und der Boulevardzeitung Blick. Sie stellten die Resultate ihrer Analysen den betreffenden Redaktionen vor, um mit ihnen die Ergebnisse zu diskutieren und Möglichkeiten und Grenzen der Ausland-Berichterstattung in den jeweiligen Redaktionen kennen zu lernen. Während der untersuchten Perioden, den ersten Halbjahren 1999 und 2000, räumten die Schweizer Zeitungen der Kurdenkrise viel Raum ein. Die starke Beachtung erklärt sich mit den dramatischen und medienwirksamen Zuspitzungen des schwelenden Konfliktes durch Öcalans Verhaftung und den Prozess gegen den PKK-Chef. Ansonsten sind es vor allem die Neue Zürcher Zeitung und der Berner Bund, welche als Qualitätszeitungen über Raum und Ressourcen verfügen, um den langfristig schwelenden Kurdenkonflikt kontinuierlich publizistisch zu begleiten. Der Tages-Anzeiger und die Berner Zeitung greifen vor allem Events auf und analysieren diese von verschiedenen Aspekten her exemplarisch. Bei der Selektion und Bearbeitung der Nachrichten spielen neben der Bedeutung des Ereignisses Nachrichtenwerte wie Nähe und Betroffenheit vor allem bei der Boulevardzeitung Blick eine wichtige Rolle. Abgeschwächt trifft dieser Befund auch bei allen anderen Zeitungen zu, ausser der NZZ. Durch die regionalistisch-moralisierende Verkürzung nehmen die Boulevardzeitung und die Leserbriefe den Kurdenkonflikt vor allem als gewalttätige innenpolitische Ruhestörung wahr, der sie offensichtlich wenig Verständnis entgegenbringen. Wie können europäische Medien ihre Öffentlichkeiten angemessen über den „fernen“ und schwelenden Kurdenkonflikt informieren, so dass Bürger politische Verantwortung übernehmen und Handlungsmöglichkeiten erkennen können? Jenseits der innenpolitischen Betroffenheit, jenseits der distanzierten Beschreibung der Krise als eines vormodernen Konflikts zwischen fremden, rivalisierenden Stämmen, die es nur kapitalistisch oder sozialistisch zu zivilisieren gälte, versucht Jörg Dietziker auf historische und aktuelle Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Der freie Journalist zeigt Verflechtungen der Kurdenkrise mit politischen Entwicklungen in der Schweiz auf: (1) Zusammen mit der Erklärung von Bern beteiligt er sich an einer internationalen Kampagne gegen das GAP-Projekt. Mit Hilfe von Schweizer Technologie baut ein internationales Konsortium mit Unterstützung der türkischen Regierung ein riesiges Staudammprojekt mitten im kurdischen Siedlungsgebiet. Mit der Möglichkeit, das Wasser in den Staudämmen regulieren zu können, verfügt die Türkei mit dem GAP über ein erpresserisches Druckmittel auf die von diesem Wasser abhängigen Nachbarstaaten. In der Schweiz richten Dietziker und die Erklärung von Bern ihre Kampagne gegen die staatliche Übernahme der Exportrisiko-Garantie und machen so die Schweizer Verflechtung beim GAP zu einem politischen Traktandum. (2) Neben der Kritik an den Waffenexporten in die Türkei versucht Dietziker den Zusammenhang aufzuzeigen zwischen der Schweizer Asylpolitik, die scheinbar hilflos den anschwelenden Flüchtlingsstrom beklagt, und der Politik der Entwicklungszusammenarbeit, bei der die Schweiz einen Beitrag zur Stabilisierung der betreffenden Region leisten könnte.
Kurdisches Kino: Filme von und über Kurden Geduld in einem doppelten Sinne erforderte die Beschäftigung mit dem kurdischen Kino. Zum einen erwiesen sich die Recherchen nach Quellen und Filmen als äusserst mühsam. Auf den Webseiten wird deshalb der Stand der Nachforschungen ausführlich dokumentiert. Mit Erlaubnis des Autors wird zudem ein Text von Martin Schaub publiziert, der 1982 kurz vor dem Tod Yilmaz Güneys im Magazin des Zürcher Tages-Anzeigers erschienen ist. Zum Kinostart von "Yol" interpretiert Schaub das letzte Werk von Güney als ein Vermächtnis des türkisch-kurdischen Schauspielers und Filmautors. - Zum anderen erweisen sich die Filme dieses armen und archaischen Kinos als sperrig. Es verfügt über keine staatliche Finanzierung und Infrastruktur und muss sich vor allem in der Türkei gegen die staatliche Zensur und andere Schikanen wehren. Als „türkischer“ Filmemacher ist Güney diesen Weg gegangen. Im Gespräch mit Schaub gibt Güney kurz vor seinem Tod im europäischen Exil Auskunft, wie viel List und Kraft ihn seine Methode gekostet hat. - Heute gibt es rund um das mesopotamische Kulturzentrum in Istanbul eine Gruppe von Filmschaffenden, die mit dokumentarischen und fiktiven Mitteln den Erfahrungen und Leiden der Kurden authentisch Ausdruck geben. Kazim Oz entwirft in seinem halbstündigen Film "Ax" ("Die Erde") eine poetisch verschlüsselte, bildstarke Elegie über einen in einem zerstörten kurdischen Dorf zurückgebliebenen alten Mann. Erstaunlich vielfältige Bezüge zu den Kurden weist der Schweizer Film auf. Mit kurzen Filmografien werden zwei kurdische Filmemacherinnen im Schweizer Exil vorgestellt: Esen Isik und Ayten Mutlu. - Der einzige mit einem Oscar prämierte Schweizer Spielfilm, "Reise der Hoffnung" von Xavier Koller (1989) erzählt mit den emotionalen Mitteln des Erzählkinos, wie ein kurdischer Bauer auf eine beschwerliche Reise ins Schweizer Exil aufbricht und dabei sein Kind und alle Hoffnung verliert. – Ein Jahr bevor Hollywood Kollers politisch korrekte Fabel über einen sogenannten Wirtschaftsflüchtling auszeichnet, reisen Erich Schmid u.a. in die Türkei, um mit ihrer politischen Arbeit "Geständnisse in Mamak" die Massenprozesse gegen politische Häftlinge und deren Aussagen über Folter und andere Misshandlungen zu dokumentieren. – 1993 porträtieren Dorothea Keist und Christina Karrer in "Jiyana me – Unser Leben" vier kurdische Frauen: eine von ihren Höfen vertriebene Bäuerin, eine in der Politik engagierte Ärztin, eine politische PKK-Aktivistin im Basler Exil, eine Partisanin während ihrer militärischen Ausbildung. In ihren unterschiedlichen Kontexten erzählen sie über ihr Leben und reflektieren ihren Kampf für die eigene Freiheit und die ihres Volkes. – "Sertschawan – Willkommen bei meinen Augen" (1992) ist wegen seiner dokumentarischen Geduld wohl einer der schönsten Filme über eine Annäherung an die kurdische Kultur. Ihre Autoren, Hans Stürm und Beatrice Leuthold, wenden sich ab von der den Tod und das Leiden fixierenden Fernsehberichterstattung und suchen das Leben in den kurdischen Dörfern. Mit ihrer umständlichen Filmapparatur stehlen sie der Gemeinschaft mit ihrem verletzbaren Gleichgewicht aus Natur und Kultur keine Bilder, sondern geben den Personen soviel Zeit, dass sie sich vor der Kamera in Szene setzen können, um den Schauenden dann ihre Bilder, ihre Erinnerungen und ihre Märchen zu schenken.
Ziele und Methode des Seminars Zur Vertiefung der Vorlesung „Ethik der Medienkommunikation“ führt das Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Freiburg Ue. seit 1990 jeweils im Sommersemester ein Blockseminar durch. Es ist der Spiegelung der Medien und ihrer Akteure im Filmschaffen eines ausgewählten Landes bzw. einer ausgewählten Ländergruppe gewidmet (89: USA, 90: Polen und DDR, 91: Italien, 93: Schweiz, 94: Frankreich, 99: Städtische Öffentlichkeiten). Bei der Auseinandersetzung mit journalistischen Modellen in Filmen lassen sich verschiedene kulturelle Mentalitäten und publizistische Eigenarten beobachten, aber auch ethisch-existentielle und ästhetische Dimensionen normativer Konflikte herausarbeiten. In den letzten Jahren fokussierten sich die Themen des Seminars auf Film- und Medienkulturen in der sogenannten Dritten Welt bzw. in Schwellenländern: 95: Kriegsberichterstattung am Beispiel Bosnien, 96: Lateinamerika, 97: Westafrika, 98: Algerien, 00: Kurden. Dabei verschob sich der Schwerpunkt der Untersuchungen weg von den professionellen Akteuren moderner Mediensysteme (den Reporterinnen und Redaktoren in den entsprechenden Ländern) hin zum kulturellen Selbstverständnis der jeweiligen Gesellschaften und den Strukturen ihrer öffentlichen Kommunikation. Die Filme wurden eingesetzt als authentische Quellen für den Dialog mit anderen, „fremden“ Kulturen. Das jeweilige kinematografische Selbstbild wurde verglichen mit Spiegelungen der entsprechenden Gesellschaft in europäischen und amerikanischen Filmen sowie mit der Berichterstattung vor allem in Schweizer Medien. Die Vergleiche dieser Befunde führten zu einer kritischen Beschäftigung mit der Welt-Informationsordnung bzw. mit den Strukturen der internationalen Verständigung. Mit dem Seminar "Kurdische Öffentlichkeiten" verfolgt das Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft das Ziel, Studierende für andere Kulturen zu interessieren, sie mit Methoden einer offenen Annäherung vertraut zu machen und exemplarisch einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung zu leisten. Die Publikation der Ergebnisse der Recherchen sowie ausgewählter Seminararbeiten auf dieser Webseite sind Ausdruck einer ersten, hinführenden Beschäftigung mit der kurdischen Kultur und dem durch ihre Unterdrückung bedingten Konflikt. Vor dem Seminar verfügten weder der Dozent noch die Studierenden über ein fundiertes Expertenwissen zum Thema. Mit Methoden der Interpretation, der Ideologiekritik, der journalistischen Recherche sowie der wissenschaftlichen Analyse arbeiteten sie sich ins Thema ein. Mit der Publikation der Webseite versuchen sie die Ergebnisse zu dokumentieren und einen bescheidenen Beitrag zur chancengerechten interkulturellen Verständigung zu leisten. Zu danken haben wir unseren Begleitern, die biografisch oder professionell über einschlägige Erfahrungen verfügen. Sie öffneten uns Zugänge zum besseren Verständnis und schützten uns vor allzu naiven und vereinnahmenden Interpretationen: Ayten Mutlu leitete mit mir zusammen das Seminar. Die Kurdin im Schweizer Exil schloss Mitte der 90-iger Jahre ihr Studium an unserem Institut ab und arbeitet heute als Journalistin und Filmschaffende. Ayla Drüssel studiert zur Zeit an unserem Institut. Die Türkin hat sich in ihrer Heimat für politische Gefangene eingesetzt und lebt heute ebenfalls im Schweizer Exil. Jörg Dietziker engagiert sich als freier Journalist für eine gerechte Lösung des Kurdenkonflikts.
Matthias Loretan ist Leiter des Seminars und Dozent der Vorlesung "Ethik der Medienkommunikation" Druckversion: pdf (Zur Ansicht im pdf-Format benötigen Sie den Acrobat Reader) Dossier "Kurdische Öffentlichkeiten": http://www.medienheft.ch/kurdenkonflikt/index.htm
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