Christliche Audio-Angebote im Internet

Matthias Müller*

Durch das Internet wird das Radio nicht nur räumlich sondern auch zeitlich erweitert. Abruf "on demand" heisst das Stichwort: Beiträge können einzeln zugänglich gemacht werden, so dass die Nutzer zeitsouverän und selektiv die Beiträge auswählen können. Das ist insbesondere für Programme interessant, die wenig massenattraktiv sind, jedoch eine spezielle Zielgruppe erreichen wollen. Das trifft auch auf religiöse Inhalte zu, weshalb im Folgenden ein Überblick gegeben wird über Inhalt, Form und Technik der christlichen und deutschsprachigen Radio-Programme im Internet.

 

1. Live-Stream Vollprogramme primär terrestrischer Sender

2. Programmelemente primär terrestrischer Sender - on demand oder live

3. Angebote mit primärer oder ausschliesslicher Verbreitung über das Internet

 

Die Datenautobahnen des Internets umspannen den ganzen Globus. Geografisch kennen sie kaum mehr Grenzen, sehr wohl aber, was die Übertragungskapazitäten angeht. Während es für Text und Bild kaum Schwierigkeiten gibt, können qualitativ befriedigende Audio- und vor allem Videodaten das Netz schnell einmal in die Knie zwingen. Trotzdem: Für private und öffentlich-rechtliche Radiosender, die ihr Programm primär über den Äther und über Kabel ausstrahlen, gehört es bereits zum guten Ruf, auch als Webradio präsent zu sein. Auf der Seite des Empfängers genügen ein Modem, eine Soundkarte und PC-Lautsprecher - heute bei praktisch allen Computersystemen Standard -, um seinen Lieblingssender unabhängig von jeder Distanz zu hören. Die erforderliche Software ist teilweise schon im Betriebssystem integriert und/oder wird im Internet gratis angeboten (vgl. Übersicht im Anhang).

Die Webradios befinden sich in der Phase der Etablierung: "Durch die Entwicklung von Verfahren zur Audioübertragung über das Internet hat das terrestrische Radio nicht nur zusätzliche Konkurrenz bekommen, sondern zugleich auch die Möglichkeit, sich selbst in einer neuen medialen Umgebung zu etablieren und neue programmliche Formen zu entwickeln" (Barth/Münch, 43). Die Zahl der Programme, die ausschliesslich im Netz präsent sind, steigt. Gründe dafür gibt es mehrere: 

  • Die terrestrischen Wellen-Frequenzen sind vielerorts ausgeschöpft.  
  • Programme "on demand" (auf Abruf) ermöglichen es, mit isolierten Programmelementen präsent zu sein. 
  • Die digitale Produktion und Verbreitung ist kostengünstig.

In Europa sind Vollprogramme im ausschliesslichen Netzbetrieb jedoch angesichts der für den Kunden anfallenden Kosten für die Datenverbindung noch nicht rentabel (vgl. Barth/Münch, 48). Lause schreibt dazu: "Den Durchbruch erwarten die WWW-Radios, wenn in Deutschland [und ganz Europa, d.Verf.] US-Verhältnisse herrschen. ‚Dort geht niemand mehr vom Netz', sagt Oliver Kriewald, Vorstand bei ‚Cyberradio' in Hamburg. ‚Es gibt Standleitungen, man zahlt pauschal.' Und das Internetradio läuft immer nebenbei." Wie schnelllebig dieses Business ist, macht die Tatsache deutlich, dass "Cyberradio" Ende Oktober 2000 seinen Betrieb aufgrund finanzieller Probleme einstellen musste. Die Meinung von Lause wird dennoch auch von Barth und Münch geteilt (vgl. Barth/Münch, 44). Für Deutschland weist eine ARD/ZDF-Online-Studie zur Zeit lediglich 3% tägliche Webradionutzer unter den Surfern aus, in den USA wurden 16% ermittelt (vgl. Barth/Münch, 44).

Durch das Internet wird das Radio nicht nur räumlich erweitert, sondern auch zeitlich. Abruf "on demand" heisst das Stichwort. "Webradios als nichtlineare Medien können Beiträge jeweils einzeln zugänglich machen. Dadurch erhalten Nutzer die Gelegenheit, zeitsouverän und selektiv die Beiträge anzusteuern, die sie interessieren. (…) Besonders weniger massenattraktive Programme nutzen dieses Verfahren" (Barth/Münch, 47). Zu diesen "weniger massenattraktiven Programmen" gehören zweifelsohne auch die Programme mit religiösen Inhalten im Allgemeinen und christlichen im Speziellen. Um die Übersichtlichkeit über die christlichen deutschsprachigen Audio-Angebote im Internet zu erleichtern, werden sie nach folgenden Kategorien geordnet vorgestellt:

  • Live-Stream Vollprogramme: Radiosender, die ihr Live-Signal primär über die gängigen Verbreitungswege UKW, Kabel und Satellit ausstrahlen, darüber hinaus aber auch ins Internet speisen.
  • Programmelemente, die primär für terrestrische (Privat-)Sender produziert werden, die aber auch (live oder on demand) übers Internet zugänglich sind.
  • Angebote, die ausschliesslich für die Verbreitung übers Internet produziert werden.

 

1. Live-Stream Vollprogramme primär terrestrischer Sender

Evangeliumsrundfunk (ERF)

Zu den etabliertesten Anbietern gehört der Evangeliumsrundfunk (ERF). Der Trägerverein wurde 1959 in Deutschland gegründet und beschäftigt heute ca. 190 Frauen und Männer. Zwei Radiovollprogramme (ERF1) und (ERF2) sowie Fernseh-Fensterprogramme bilden das Standbein des Unternehmens. Finanziert wird der Evangeliums-Rundfunk ausschließlich durch Spenden seiner Hörer und Zuschauerinnen. Sein missionarisches Ziel umschreibt der ERF so: "durch Radio- und Fernsehsendungen mitzuhelfen, dass Menschen Christen werden und Christen Christen bleiben.

"ERF 1 wird als "das christliche Zuhör-Radio" vorgestellt. Es bietet den Hörerinnen und Hörern anspruchsvolle Inhalte zum längeren Zuhören. Der Musikteppich besteht aus alten und neuen Kirchenliedern, christlichen Chansons und Klassik. Ein jüngeres Publikum will ERF 2 ansprechen, "das christliche Begleit-Radio". Aktuelle Informationen "über Gott und die Welt", Studiodiskussionen und Mitmach-Sendungen werden umrahmt von christlicher Popmusik, Gospels und Spirituals. Beide Sender sind als Live-Stream im Real-Format in guter Qualität empfangbar.

Die Fensterprogramme von ERF Schweiz bei Radio Eviva täglich von 6.05 bis 6.30 Uhr ("Grüezi - mit besinnlichen, aufstellenden und motivierenden Gedanken in den neuen Tag") und von 21.00 bis 22.00 Uhr ("Mosaik - das Abendprogramm mit aktuellen Beiträgen über Gott und die Welt") sind über den Live-Stream von Radio Eviva empfangbar.

Radio Horeb

Radio Horeb setzte das Konzept des 1987 in Italien gegründeten Radio Maria ("die christliche Stimme in deinem Haus") mit einer Mischung aus Liturgie, Katechese und Lebenshilfe als erster Sender im deutschsprachigen Raum um. Radio Horeb will nach eigenen Angaben "nicht nur Katholiken an[sprechen], sondern Christen aller Konfessionen". Die eindeutige Rückbindung an die römisch-katholischen Traditionen durch die Übertragung von Gottesdiensten, des Stundengebetes und des Rosenkranzes sowie die inhaltliche Orientierung am päpstlichen Lehramt lassen aber keinen Zweifel über die Ausrichtung des Senders offen. "Wer wissen möchte, was die katholische Kirche lehrt, soll bei uns solide informiert werden." Neben den liturgischen Feiern - Übertragungen aus Pfarreien oder geistlichen Gemeinschaften - füllen Lebenshilfe-Sendungen einen weiteren grossen Teil der Sendezeit. Die akustische Qualität überzeugt bei Radio Horeb nicht immer. Diese wird bei der Übertragung über das Internet indessen relativiert: Ein einstündiger Vortrag oder eine Katechese über Telefon wirkt aus dem PC-Lautsprecher weniger amateurhaft als über Kabel und Satellit. Dass bei Radio Horeb Ehrenamtliche das Programm prägen, ist nicht zu überhören. Radio Horeb finanziert sich ausschließlich über Spendengelder. 

Radio Maria Österreich

Der Schwestersender von Radio Horeb in Österreich ist Radio Maria. Die Kooperation mit Radio Horeb ist für Radio Maria Österreich ein "wichtiger Programmfaktor". Prominent herausgestrichen wird bei Radio Maria das Jugendfenster von Radio XM, das täglich zwischen 16.30 und 17.30 Uhr sowie 22.30 und 23.30 Uhr auf Sendung geht. Radio Maria startete 1997 mit einer UKW-Frequenz in Südtirol und im Grossraum Innsbruck. Seither wächst er vor allem über die Einspeisung in Kabelnetze. Die Einrichtung eines Zentralstudios in Wien und die Studios in Amstetten, Brixen und Innsbruck bilden die Basis für den weiteren Ausbau des katholischen Senders.

Radio Paradiso

Für die Wirtschaftsregion Berlin/Brandenburg will Radio Paradiso seit Februar 1997 eine "stressfreie Oase im Berliner Radiomarkt" sein. Über den Live-Stream im Internet kann sich jede und jeder diese Oase zu sich nach Hause holen. Das inhaltliche Konzept umschreibt Radio Paradiso als "christliches Radio für Menschen, die der Kirche eher fern stehen, sich aber eine religiöse Sehnsucht und/oder Respekt für die christlichen Werte bewahrt haben". Die literarischen Texte aus 2000 Jahren Christentum, die ins Programm eingeflochten werden, sollen dazu beitragen. Zu den Autoren zählen auch der TV-Pfarrer Jürgen Fliege. Mit seinem Musikprofil "Musik mit Gefühl" (Oldie-based Soft Pop / Soft Rock) spricht der Sender die Zielgruppe der 20- bis 55-Jährigen an. Getragen von einer GmbH mit Gesellschaftern vorwiegend aus den evangelischen Kirchen bietet der Sender mit Lokalbezug im moderierten Programm die Standards Wetter, Verkehrsfunk, Veranstaltungstipps und Nachrichten an und strahlt Gospel- und Kinderbibelsendungen aus und überträgt gottesdienstliche Morgenfeiern. Talks, Kinosendungen, der tägliche Umwelttipp sowie Gesundheits- und Buchtipps runden das Programm ab. Mit den Werbeblöcken unterscheidet sich Radio Paradiso kaum von anderen - rein kommerziellen - Sendern. Das professionelle Profil erwies sich für den Sender gerade in der Startphase nicht nur als vorteilhaft. So musste nach nur 21 Monaten Betriebsdauer ein Konkursantrag abgewendet werden. Probleme gab es aber auch bereits beim Start, wie dem Kapitel "Geschichte" zu entnehmen ist: "Nachdem Radio Paradiso in der Anfangszeit besonders in der Kirche umstritten war, weil man Schwierigkeiten mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk fürchtete, haben sich die Wogen mittlerweile geglättet. Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg und auch Rat und Kirchenkonferenz der EKD [Evangelische Kirche Deutschlands; d. Verf.] unterstützen Radio Paradiso." 

Domradio (Erzbistum Köln)

Das Erzbistum Köln verfügt mit dem Domradio über einen eigenen Radiosender mit Vollprogramm. In einem festen Tages- und Wochenraster werden täglich während mindestens sechs Stunden moderierte Sendungen ausgestrahlt. Laudes und Komplet rahmen den Tag ein. In der übrigen Zeit sorgt ein musikalisches Rahmenprogramm im Format eines Pop-Mainstreams für die Hörerbindung. Eine eigene Redaktion produziert zu jeder halben Stunde eine Nachrichtensendung mit Meldungen aus Welt und Kirche. Zu jeder vollen Stunde werden kurze biblische und literarische Texte gelesen. Der Sender leistet sich mit einem Live-Stream von 32 Kbit/s eine komfortable Qualität. Kurzbeiträge, die während der vergangenen Tage gesendet wurden, können auch on demand abgerufen werden. 

 

2. Programmelemente primär terrestrischer Sender - on demand oder live

Radio Vatikan deutsch

Ein klassisches Beispiel für die Angebote on demand sind die Sendungen der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan. Diese produziert täglich eine 15-minütige Nachrichtensendung sowie ein 20-minütiges Magazin. Radio Vatikan, das im Februar 2001 sein 70-jähriges Bestehen feiern konnte und damit zu den Radiopionieren gehört, nutzt das Medium Internet seit einiger Zeit intensiv. Zwar werden die deutschsprachigen Sendungen auch von verschiedenen katholischen Sendern (Radio Horeb, Radio Maria, Radio Stephansdom/Wien) live übernommen, für den deutschsprachigen Raum hat die traditionelle Verbreitung über Mittel- und Kurzwelle aber immer weniger Bedeutung. Für die Wiederausstrahlung stellt Radio Vatikan ihre Sendungen übers Internet akkreditierten Kunden in einer hohen Qualität (64 Kbit/s) zum Download zur Verfügung. Das allgemein zugängliche Angebot auf Abruf über das Internet wird laufend erweitert. Zu den Standards gehören unter anderem die jeweils jüngsten Ansprachen anlässlich der Generalaudienz am Mittwoch.

Mit dem young radio schenkte sich Radio Vatikan zu seinem 70. Geburtstag ein eigenes Angebot für Jugendliche. Es sind Kurzbeiträge zu jugendlichen Themen. Unter dem Bestreben, dass die Beiträge schnell geladen werden können, leidet aber die akustische Qualität. Mit einer Datenrate von 6,4 Kbit/s ist sogar für die gesprochene Sprache das absolute Minimum erreicht.

KiP-Radio

KiP steht für "Katholische Kirche im privaten Rundfunk". KiP beliefert nahezu die Hälfte aller privaten Radiosender in Deutschland im Bereich der Bistümer Rottenburg-Stuttgart, Aachen, Essen, Münster und der Erzbistümer Köln und Paderborn: Wochentags mit der Verkündigungssendung "Augenblick Mal" ("aufmunternde Beiträge gegen Weltschmerz, Frühjahrsmüdigkeit und Winterdepression, Informationen zum Kirchenjahr, zu religiösen und sozialen Themen"), sonntags - in ökumenischer Zusammenarbeit mit den evangelischen Partnerredaktionen - mit dem Kirchenmagazin "Himmel & Erde". Dieses Magazin gilt gemäss der "Media Analyse 2001" als das "erfolgreichste Kirchenmagazin im bundesdeutschen Privatfunk". KiP ist in Nordrhein-Westfahlen, dem grössten Bundesland Deutschlands besonders stark verbreitet. Im Auftrag der nordrhein-westfälischen (Erz-)Bistümer liefert KiP seit August 1990 Sendungen für das Mantelprogramm der 44 NRW-Lokalradios. 

Das Internet-Angebot von KiP-Radio umfasst ein täglich wechselndes "Kalenderblatt" - ein Kurzbeitrag zu einem Thema, das eng mit dem aktuellen Datum verknüpft ist - dazu den Tagesimpuls "Augenblick Mal" und unter der Rubrik "Radio aktuell" eine Reihe weitere Kurzbeiträge aus Kirche, Religion und Gesellschaft. Bedauerlich ist, dass die Seitenarchitektur im Internet so aufgebaut ist, dass der Stream der Beiträge beim Weitersurfen abbricht.

Redaktion PEP

Die evangelische Partnerredaktion von KiP-NRW heisst PEP (Programm der Evangelischen Kirchen für den Privatfunk in Nordrhein-Westfahlen). Einzelne Beiträge für "Augenblick Mal" und "Himmel und Erde" sind im Archiv abrufbar, ebenso die aktuellen Programmübersichten von Augenblick Mal und Himmel und Erde.

Radio Camillo 92.9

Radio Camillo 92,9 ist ein Fensterprogramm des Nürnberger "Hitradio N1". Es sendet wöchentlich während sechs Stunden, von Sonntag bis Dienstag jeweils von 21 bis 23 Uhr. Während dieser Zeit ist es auch via Live-Stream über das Internet zu hören. "Das christliche Hitradio" wendet sich seit 1989 an Jugendliche, die dem christlichen Glauben fern stehen. Seine Sendungen sind missionarisch motiviert. Das Musikprofil umschreibt der Sender als "Mischung aus Hip-Hop, Dancefloor, Techno und Soul", halb aus der christlichen Musikszene, halb aus den aktuellen Charts. Camillo 92,9 wird getragen von einem gemeinnützigen Verein, und die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich.

big CHURCH

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Rundfunkagentur Württemberg, dem Evangelischen Rundfunkdienst Baden und der Diözese Rottenburg-Stuttgart produziert "big FM", das "neue junge Radio für Baden-Württemberg jeden Sonntag von 8 bis 10 Uhr ein zweistündiges kirchliches Jugendmagazin mit dem Namen "big CHURCH". Dessen Aushängeschild ist der Kult-Moderator Mola Adebisi vom TV-Musiksender VIVA. Die Kostproben, die auf der Hompage in Bild und Ton angeboten werden, stehen dem Musiksender in Sachen "trendiger Moderation" in keinster Weise nach. Gleichzeitig entsteht aber der Eindruck, dass big CHURCH eher über die Person des Moderators als mit seinem Inhalt überzeugt.

OiL - Ökumene im Lokalradio

OiL ist eine ökumenische Arbeitsstelle der Aargauer Kantonalkirchen. Mit seinen Sende-Elementen ist OiL regelmässig bei Radio Argovia und im Kanal K präsent: bei Radio Argovia jeden Montagmorgen mit dem religiösen Kurzkommentar "90 Sekunden" sowie unregelmässig mit aktuellen Beiträgen in den Informationssendungen. Kanal K sendet jeden Mittwoch um 18.30 Uhr einen aktuellen Kurzbeitrag oder eine Folge der Rubrik "Stadtwandler". Wöchentlich zeichnet OiL für den "K-Punkt" verantwortlich, eine "himmlische Radiostunde für mehr Dialog über Gott und die Welt mit OiL&Co" jeweils am Mittwoch zwischen 21 bis 22 Uhr. Die Sendungen werden nicht ausschliesslich mit Eigenproduktionen bestritten, sondern in Zusammenarbeit mit der Redaktion von "chrüz u quer" (Sendungen zu Sinn- und Alltagsfragen der Stadtberner Kirchen) sowie ERF Schweiz. Jeweils am letzten Mittwoch gestalten die Jugendverbände Cevi und Jubla das Jugendmagazin Radio-Kwäcksilber. OiL bietet eine Reihe von (nicht mehr ganz jungen) Beiträgen on demand im Internet an. Die Verbindung zum Server ist jedoch nicht zufriedenstellend. Ein aktuelles Archiv befindet sich erst im Aufbau. 

 

3. Angebote mit primärer oder ausschliesslicher Verbreitung per Internet

Bild dir deine Meinung - Der tägliche Kommentar zur Bildschlagzeile

Bruder Paulus vom Kapuzinerkonvent Liebfrauen in Frankfurt am Main spricht täglich einen speziellen Kommentar: Jeden Morgen ab 8 Uhr verbindet er die aktuelle Schlagzeile der BILD-Zeitung in einem Kurzkommentar von ca. 90 Sekunden Länge mit einem biblischen Text: "Die Schlagzeilen berichten vom Leben der Menschen. Und Menschengeschichte ist für Christen immer auch die Geschichte Gottes", schreibt Bruder Paulus. Dass die Verknüpfungen - je nach Schlagzeile - einmal gelungener, einmal eher erzwungen erscheinen, lässt sich mit dem vorgegebenen Konzept nicht vermeiden. Alles in allem aber ein interessantes Projekt, das zum Diskutieren anregt.

Radio kath.ch 

Am Mediensonntag 2001 (27. Mai) startet der Katholische Mediendienst in Zürich das Projekt "Radio kath.ch". Das Internet-Radio der Schweizer KatholikInnen schliesst in der kirchlichen Medienkommunikation eine Lücke. Es ermöglicht in der deutschen Schweiz erstmals, täglich kirchliche Ereignisse und Stellungnahmen authentisch radio-phonisch aufzubereiten und darzustellen. "Am Puls von Religion und Gesellschaft" zu bleiben, heisst das Ziel der Redaktion. Radio kath.ch startet mit einer drei- bis fünfminütige Nachrichtensendung "News", die täglich von Montag bis Freitag produziert wird. Bei bedeutenden Ereignissen werden die Nachrichten ergänzt durch den "Special" mit Interviews, Statements oder Kurzkommentaren. Wöchentlich produziert Radio kath.ch im "Prisma" einen Magazinbeitrag mit Berichten, Reportagen und Hintergrundinformationen. In einem Archiv bleiben die Nachrichten während einer Woche, die Magazinbeiträge und Specials über längere Zeit abrufbar. Die Redaktion ist mit rund 90 Stellenprozenten besetzt.

 

*Matthias Müller ist Theologe und Journalist und arbeitet als Redaktor bei Radio kath.ch in Zürich

Text zur Ansicht laden:    pdf    (Zur Ansicht im pdf-Format benötigen Sie den Acrobat Reader)

Tabelle der christlichen und deutschsprachigen Internet-Radios:  Tabelle

 

Literatur:

Barth, Christoph/ Münch, Thomas (2001): Webradios in der Phase der Etablierung. In: Media Perspektiven 1/2001, 43-50. http://www.ard-werbung.de/MediaPerspektiven/inhalt/MP01/MP01_01/download/barth.pdfLause

Christoph: Artikel: "Aussichten und zukunftsweisende Technik" und weiterführende Links http://www.clickfish.com/clickfish/guidearea/internet/onlineunterhaltung/internetradio.html

 



TOP


© Medienheft. Katholischer Mediendienst und Reformierte Medien
Impressum | Webmaster