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Medienheft wird eingestellt – und bleibt zugänglich

Die Redaktion des Medienhefts muss leider aus finanziellen Gründen aufgehoben werden. Deren publizistische Tätigkeit wird daher nicht weitergeführt. Hingegen bleibt die Website offen, um den Archivzugang zu gewährleisten.

August 2011

Mitteilung der Herausgeber

Die Medienheft-Website wird ab sofort nicht weiter aktualisiert. Die Herausgeber – der Katholische Mediendienst und die Reformierten Medien – müssen aus finanziellen Gründen ihr Engagement für diese Publikation beenden. Die Träger dieser kirchlichen Medienorganisationen sehen sich gezwungen, die geringer werdenden Mittel auf enger definierte Kernaufgaben zu konzentrieren. Der Einwilligung in diesen Rückzug ging eine längere Suche nach anderen Lösungen voraus. Ein überzeugendes Konzept wurde jedoch nicht gefunden, und so bleibt nur der Verzicht auf dieses medienpublizistische Organ – ein gravierender Verlust für die kirchliche Medienarbeit und die interessierte Fachwelt.

Die Medienheft-Website bleibt aber trotzdem offen. Ihr wertvolles Archiv mit weit über tausend Fachartikeln ist nach wie vor zugänglich, und anderswo verlinkte Beiträge werden dank Permalinks auch zukünftig gefunden.

 

Rückschau und Dank

Das Medienheft existiert unter diesem Namen als Online-Publikation seit Mitte 2000. Von Anfang an hat Judith Arnold es konzeptionell, redaktionell, administrativ und im Marketing betreut. Nach elfjähriger Arbeit als Alleinredaktorin des Medienhefts orientiert Judith Arnold sich nun beruflich neu, indem sie ihre Lehrtätigkeit an zwei Hochschulen ausbaut und vermehrt als freie Journalistin tätig ist.

Die Tradition der kirchlichen Medienpublizistik reicht bis in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts zurück. Am Anfang standen programmorientierte konfessionelle Publikationen zu Film und Radio. Seit den 1980er Jahren äusserte sich die aus solchen Vorgängertiteln hervorgegangene ökumenische Filmzeitschrift «Zoom» regelmässig und mit grosser Sachkenntnis zu medienpolitischen Fragen. Die Themen waren gegeben durch mediale Jahrhundertumbrüche: Satelliten und Kabelnetze ermöglichten das Aufkommen von Privatfernsehen, die Lokalradioszene etablierte sich, und Vorläufer des Internets läuteten das Zeitalter von Online-Kommunikation und Konvergenz ein. Die zuvor streng regulierte Rundfunkordnung wandelte sich zum grenzüberschreitenden Markt. Diese Prozesse reflektierte «Zoom» kritisch in einem ethischen, zumeist wertkonservativ ausgerichteten Diskurs.

Bis 1992 erschien «Zoom» als halbmonatliche «Zeitschrift für Film und Medien». Um die Zielgruppen präziser anzusprechen, teilten die Herausgeber die «Zoom»-Familie in eine monatliche «Zoom Zeitschrift für Film», einen wöchentlichen Newsletter mit Programmhinweisen («Zoom-Tip» – heute «Medientipp») und eine Halbjahreszeitschrift «Zoom Kommunikation und Medien», kurz «Zoom K&M». Diese letztere ist die direkte Vorgängerin des Medienhefts und versammelte bereits eine illustre Schar von Autorinnen und Autoren. Der Wechsel zum Medienheft im Jahr 2000 folgte aus der Auflösung der «Zoom»-Familie und gab Gelegenheit, die Vorteile des Internets zu nutzen. Die von 1993 bis 1999 erschienenen Ausgaben von «Zoom K&M» und die von 2000 bis 2006 neben den Online-Beiträgen in gedruckter Form publizierten Themendossiers des Medienhefts sind alle unter der Rubrik «Archiv» elektronisch verfügbar. Zusätzlich erschliessen sich sämtliche online publizierten Beiträge über die komfortable Artikelsuche der Medienheft-Site.

Dieser Schatz von 18 Jahren Reflexion und Diskussion über Kommunikation und Medien enthält selbstverständlich manches, was heute mehr historisches als aktuelles Inter­esse verdient. Erstaunlich vieles aber ist für die heutigen Debatten relevant geblieben. Manche Hintergründe und Zusammenhänge sowie die medienethischen Aspekte bleiben selbst im schnelllebigen Medienbereich halt über Jahre und sogar Jahrzehnte im Prinzip die gleichen. Das dürfte auch ein Grund sein, weshalb ein beträchtlicher Anteil der Medienheftbesuche älteren Artikeln gilt.

Den vielen, die das Medienheft interessant gemacht haben, danken wir herzlich: allen voran den Autorinnen und Autoren, nicht weniger auch den Leserinnen und Lesern – und selbstverständlich der Medienheft-Macherin Judith Arnold. Sie hat den Titel aufgebaut, bekannt gemacht, gepflegt, weiterentwickelt, als Ort der Diskussion etabliert und zum Erfolg geführt.

 

Die Herausgeber
Dr. Charles Martig, Geschäftsführer Katholischer Mediendienst
Urs Meier, Geschäftsführer Reformierte Medien

 

 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
Impressum: Judith Arnold, Redaktion Medienheft, Badenerstrasse 69, 8026 Zürich
Website © Medienheft: www.medienheft.ch