Private subventionieren?
Private Sender sind im Dilemma: Wird der Gebührenanteil verweigert, droht ihnen das wirtschaftliche Aus. Fliessen die Gebühren, verlieren sie ihren privaten Status.
07. Mai 2001
Private subventionieren?
An den SRG-Gebühren wollen die Grossen der privaten Fernsehveranstalter einen namhaften Anteil. Sie zeigen Kampfeslust. Tatsächlich signalisieren sie ihren kläglichen Untergang. Wird der Gebührenanteil verweigert, droht den Privaten das wirtschaftliche Ende. Fliessen die Gebühren, verlieren sie ihren privaten Status.
Die Alternative zur SRG macht nur Sinn, wenn sie wird, was sie sein wollte: eine aus der Werbung finanzierte publizistische Leistung mit breiter Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Mit allen drei Voraussetzungen hapert es. Die Werbeeinnahmen liegen unter den Erwartungen. Und die publizistische Leistung ist so kümmerlich wie die öffentliche Akzeptanz.
Grossmäulig sind die Privaten gestartet. Sie bleiben sich treu und drängen jetzt grossmäulig zum Gebührentopf. Er gehört ihnen versperrt. Das Original SRG genügt. Klein- und Kleinstkopien brauchen wir nicht.
Alex Bänninger, Publizist
