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14.07.10
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Katholischer Medienpreis geht an «Zeit»-Redakteur und WDR-Team

(epd/ja) Der Katholische Medienpreis, der am 11. Oktober zum achten Mal verliehen wird und mit 5000 Euro dotiert ist, geht in diesem Jahr an den «Zeit»-Redakteur Henning Sußebach für den Bericht «Die Opokus aus der Nachbarschaft» und an ein ARD/WDR-Team für den Film «Gut sein auf Probe – Ein Egoist engagiert sich».

Die Bischofskonferenz begründete die Wahl der Preisträger am 12. Juli wie folgt: Der Bericht von Henning Sußebach zeige, wie ein Ghanaer mit seiner Familie in Hamburg lebt. Der Autor beschreibe dabei in lakonischer Sprache über den Ghanaer, wie er vor Jahren als Seemann in Hamburg an Land ging und jetzt als Putzmann an der Oper arbeitet und seine Kinder auf eine Privatschule schickt. Dabei würde Sußebach manches Gerede über Integration in Deutschland entlarven, indem er die Wirklichkeit offen lege.

Der ARD/WDR-Film von Sven Kuntze, Gesine Enwaldt, Ravi Karmalker und Steph Ketelhut zeige, wie ein Journalist in Pension von seiner Tochter dazu gebracht werde, seinen Ruhestand aufzugeben und sich sozial zu engagieren. Dabei begleite die Kamera den ehemaligen Journalisten, wie er seine Ehrenämter ausübt: in einem Obdachlosenheim, in einer Kinderfreizeitanlage und in einem Hospiz. Der Protagonist stelle dabei existenzielle Fragen, wobei er nicht auf alle eine Antwort finde. Gerade durch diese Brüche sei der Film überzeugend, urteilte die Jury.


Quelle:

Deutsche Bischofskonferenz (2010): Der Katholische Medienpreis.  http://www.dbk.de/katholischer_medienpreis.html


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
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