Internetfilter von Schulen sperrt Kirchenportale
(ja) Die Schulserver sind mit einem Filtersystem ausgestattet, das unerwünschte Webseiten sperrt. Überwiegend handelt es sich dabei um Webseiten mit nicht jugendfreien Inhalten wie Pornografie, Gewalt, Terrorismus oder Sektenideologien. Wie der „Blick“ nun recherchiert hat, lässt das Filtersystem individuelle Anpassungen zu, die zuweilen auch die unverdächtigen Webseiten der Landeskirchen betreffen, darunter „kath.de“, „bibelserver.com“ und das Portal der Schweizerischen Bischofskonferenz. Für Charles Martig, Geschäftsführer des katholischen Mediendienstes, ist die Sperrung dieser Seiten untragbar. In den meisten Kantonen wird das Filtersystem von der Swisscom zur Verfügung gestellt. Myriam Ziesack, Sprecherin der Swisscom, sagte dazu im „Blick“: „Jeder Kanton kann selbst entscheiden, welche Themengebiete er sperren möchte. Zur Auswahl stehen unter anderem Gewalt, Drogen, Games, Pornografie und Religion“, so Ziesack. Nach Erfahrung der Stadt Zürich müssen allerdings auch die Voreinstellungen angepasst werden, um beispielsweise den Zugang zu Aufklärungsseiten sicherzustellen. Wenn ein Lehrer eine Seite entsperren lassen will, macht er beim Sicherheitsausschuss einen Antrag, erklärte Internet-Sicherheitsleiter Roland Bosshard gegenüber dem Blick. Auch der katholische Mediendienst will sich nun an den Sicherheitsausschuss richten, um den Zugang zu kirchlichen Websites auf den Schulservern zu gewährleisten.
