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27 Das Für und Wider von «Killergames»

Immer wieder machen so genannte «Killerspiele» von sich reden, vor allem dann, wenn gewalttätige Ausschreitungen von Jugendlichen in Zusammenhang mit ihrem Spielverhalten vor dem PC und der Spielkonsole gebracht werden. Das Medienheft nimmt diese gesellschaftspolitische Entwicklung zum Anlass, um die Problematik von Computer- und Videospielen zu diskutieren, die Gewalt als Spielerfolg werten. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengeführt.

Es diskutieren Roland Näf, Berner Grossrat und Vizepräsident der SP Bern, Erik Beyer, CEO von eNamic GmbH und Betreiber der Gamer-Plattform GBase, Dr. Rudolf Weiss, Wissenschaftler und Co-Autor einer zweijährigen Längsschnittstudie über den Zusammenhang von Mediengewalt und Jugendgewalt, Wolf Ludwig, Co-Präsident von comunica-ch, der zivilgesellschaftlichen Plattform der Informationsgesellschaft Schweiz, Peter Züger, Geschäftsführer der «Swiss Interactive Entertainment Association» (SIEA), Micheal Margugg, Leiter Stabstelle Recht und Politik von Pro Juventute, Thomas Merz-Abt, Leiter der Abteilung Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich, Thomas Mössle und Christina Roth, Wissenschaftler am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN), sowie die Medienprofessorin Ursula Ganz-Blättler. Weitere Diskussionsbeiträge folgen.

27.11.09

Zu den blinden Flecken in der Medienwirkungsforschung
Anmerkungen zur Berliner Längsschnittstudie über Gewaltmedien

Mediennutzung ist eine komplexe Angelegenheit. Das gilt insbesondere für gewalthaltige Medien und die Frage, inwiefern ihre Nutzung mit gewalttätigem Verhalten im Alltag in Zusammenhang gebracht werden kann. Die Berliner Längsschnittstudie zur Gewaltmediennutzung und Gewaltdelinquenz im Grundschulalter zeigt auf, inwiefern sich der Konsum nicht altersgemässer Videospiele und -filme auf die...

Von: Ganz-Blättler, Ursula


13.10.09

Gewaltmediennutzung und Gewaltdelinquenz im Grundschulalter
Ergebnisse einer Längsschnittstudie

Trotz Altersempfehlungen spielen Kinder im Grundschulalter Video- und Computerspiele, die eigentlich erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben sind. Dabei handelt es sich häufig um Spiele, die eindringliche Gewaltszenen zeigen. Welchen Einfluss solche nicht altersgerechten Videospiele auf Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren haben, war Gegenstand einer Berliner Längsschnittstudie des Kriminologischen...

Von: Mössle, Th. & Roth, Ch.


05.06.09

Killerspiele und ihre Herausforderung für Schule und Eltern
Theoretische Reflexion und medienpädagogische Empfehlungen

Die Medienwissenschaft hat in den vergangenen drei Jahren mehrere Langzeitstudien hervorgebracht, die eine problematische Wirkung von gewaltverherrlichenden Computer- und Videospielen auf die Empfindungen, Einstellungen und Verhaltensweisen von Jugendlichen einwandfrei nachweisen. Unter dem Druck langjähriger Lehrmeinungen und dem Einfluss der Spielebranche tut sich die Scientific Community aber...

Von: Merz-Abt, Thomas


11.12.08

Spielgewalt braucht mehr als Verbote
Pro Juventute fordert einen schweizweiten Jugendmedienschutz

Kinder und Jugendliche haben heute fast unbeschränkten Zugang zu Gewaltdarstellungen, sei es in Computerspielen, in Videofilmen, im Internet oder auf Handys. In vielen Spielen müssen realistisch dargestellte Menschen verletzt oder getötet werden, um zu gewinnen. Doch hemmungslos dargestellte Gewalt kann Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben. Damit Gewaltdarstellungen...

Von: Marugg, Michael


11.12.08

Gemeinsam die Verantwortung wahrnehmen
Die Gaming-Branche setzt sich aktiv für den Jugendschutz ein

Mit freiwillig getroffenen Massnahmen engagiert sich die Gaming-Branche für einen wirkungsvollen Jugendschutz. Dazu zählen die Einführung des Altersklassifikationssystems PEGI, der Verhaltenskodex für Verkauf und Werbung sowie die Förderung der Medienkompetenz. Wichtig ist, dass alle Beteiligten – Politiker, Branche, Eltern, Lehrer und Gamer – gemeinsam die Verantwortung für den Jugendschutz...

Von: Züger, Peter


30.10.08

Mediengewalt erzeugt Gewalt
Eine neue Längsschnittstudie zur Wirkungsforschung

Ein Forscherteam hat mehrere Jahre an einer zweijährigen Längsschnittstudie über die Wirkungen von Mediengewalt auf Kinder und Jugendliche gearbeitet. Mit eindeutigen Ergebnissen: Gemäss der Studie bewirkt der Konsum von Mediengewalt spätere Gewalttätigkeit und Gewaltdelinquenz – und zwar stärker als andere Risikofaktoren.

Von: Weiß, Rudolf H.


30.10.08

Auch «Killerspiele»-Konsum will gelernt sein
Zwischen Freiheit auf Schund und Verbotsaktionismus

Während besorgte Stimmen aus Politik und Wissenschaft nicht müde werden, vor dem Konsum von extrem gewalthaltigen Games zu warnen, kämpfen die Entwickler von Computer- und Videospielen um ihre Anerkennung als Künstler. Wolf Ludwig ist als Co-Präsident der Plattform der Informationsgesellschaft Schweiz (comunica-ch) und als zivilgesellschaftlicher Vertreter im Beirat der Internet-Koordinations-...

Von: Ludwig, Wolf


26.09.08

«Killerspiele»-Verbot ist realitätsfremd
Populistische Kampagnen ballern am Ziel vorbei

Als CEO von eNamic GmbH und als Betreiber der Plattform GBase.ch ist Erik Beyer bestens mit der Gamer-Szene vertraut. «Killergames» gibt es nach seiner Meinung nicht, sondern nur Actiongames für Erwachsene. Dass diese nicht in Kinderhände gehören, ist für Beyer klar. Ebenfalls klar ist für ihn aber auch, dass es Erwachsenen selbst überlassen sein soll, ob sie Actiongames spielen, zumal die Spiele...

Von: Beyer, Erik


10.09.08

Für ein Verbot von gewaltverherrlichenden Games
Killergames - Von der virtuellen zur realen Gewalt

Roland Näf, Berner Grossrat und Vizepräsident der SP Kanton Bern, tritt für einen stärkeren Jugendschutz im Bereich der gewalthaltigen PC- und Videospiele ein. Involviert in das Thema ist Roland Näf durch seine vielfältigen Rollen als Vater, Schulleiter und Lehrer. Während seines Studiums in Pädagogik befasste er sich intensiv mit den positiven und negativen Wirkung von Medien in Lernprozessen.

Von: Näf, Roland


12.12.06

Das Spiel mit der Gewalt
Reiz und Reaktion einer hitzigen Debatte

Nach dem Amoklauf eines 18-jährigen Schülers in Emsdetten letzten November ist in Deutschland erneut der Ruf nach einem Verbot von so genannten "Killerspielen" laut geworden. Ein Interview mit Guido Haus, Inhaber der Firma Haus Network, greift die aktuelle Debatte auf und diskutiert den Reiz und die Problematik von gewalthaltigen Spielen. Deutlich werden dabei auch die Möglichkeiten und Grenzen...

Von: Arnold, Judith


 
 

Herausgeber: Katholischer Mediendienst Charles Martig | Reformierte Medien Urs Meier
Impressum: Judith Arnold, Redaktion Medienheft, Badenerstrasse 69, 8026 Zürich
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