Dokumentarfilm «Srebrenica 360°»
Das ostbosnische Städtchen Srebrenica erlangte 1995 traurige Berühmtheit: Serbische Nationalisten ermordeten während des Bosnienkrieges gegen 8000 muslimische Männer und Knaben. Der Genozid von damals ist auch heute noch präsent: Den Frauen fehlen die Männer, die Brüder, die Väter, die Söhne. Wie die Hinterbliebenen leben, erzählen sie im Film «Srebrenica 360°».
Von: Tepasse, Nicole
«Antichrist»
Lars von Trier auf gnostischen Abwegen
Mit seinem neuesten Film «Antichrist» hat der dänische Regisseur Lars von Trier am Filmfestival von Cannes eine Kontroverse ausgelöst. Die Mischung aus Beziehungsdrama, metaphysischem Autorenkino und Horrorfilm ist schwer verdaulich. Viele falsche Fährten führen in die Irre und die Bestimmung der weiblichen Natur als das Böse schlechthin irritiert nachhaltig. Ein Anti-Preis der Ökumenischen Jury...
Von: Martig, Charles
Filmförderung in der Schweiz
Oder was die Bilder zum Laufen bringt
Mit dem Buch «Filmförderlandschaft Schweiz» legt Patrick Becker die erste umfassende Studie zum Thema vor. Darin wird deutlich: Ohne Filmförderung geht in der Schweiz nichts. Gleichzeitig zeigt der Autor auf, dass der Filmmarkt blockiert wird, wo Kunst und Kommerz im Widerspruch stehen.
Von: Angeli, Bruno
Science-Fiction als Gesellschaftskritik
Und was nach 45 Jahren davon übrig ist
In den Kinos läuft eine Neuauflage von «Star Trek». Der Erfinder Gene Roddenberry wollte damit vor 45 Jahren Gesellschaftskritik üben. – Kein leichtes Unterfangen in den frühen 60er Jahren. Doch mit dem Decknamen «Science-Fiction» ist es ihm gelungen, gleichzeitig ein neues Genre zu prägen.
Von: Angeli, Bruno
Unterbrecherwerbung schmälert das Spielfilmerlebnis
Schwedische Regisseure gewinnen Urheberrechtsprozess
Will ein schwedischer Fernsehsender die Ausstrahlung eines Spielfilms mit Werbespots unterbrechen, braucht er die ausdrückliche Zustimmung der Regisseurin oder des Regisseurs. Ansonsten verletzt er deren Urheberrecht – genauer: der Sender greift auf unzulässige Weise in die persönliche Beziehung von Filmschaffenden zu ihrem Werk ein.
Von: Bähler, Regula
