Chronik eines Medienskandals nach Lehrbuch
Die Zürcher Wirren um Pasolinis Salò
Die Wirren um die geplante, dann verbotene und schliesslich doch zugelassene Vorführung von Pasolinis Film "Salò oder Die 120 Tage von Sodom" ist auf eine Skandalisierung durch die Medien zurückzuführen. Es wurden Protestierende auf den Plan gerufen und die Veranstalter in die Defensive getrieben. Vorurteile wurden bewirtschaftet und Fronten geschürt. Im "öffentlichen Interesse" auf der Strecke...
Von: Ammann, Christoph
Ausgehöhlte Medienfreiheit
Grundrecht der öffentlichen Kommunikation drohen neue Gefahren
Presse- und Medienfreiheit wurde und wird primär erkämpft gegen Übergriffe staatlicher Instanzen und politischer Mächte. Mit dieser Frontstellung ist sie im allgemeinen Bewusstsein. Bei anderen Gefahren für die Informations- und Meinungsfreiheit ist die Öffentlichkeit bisher weniger sensibel. In freien Ländern dürften für die Medien mittlerweile die zügellose kommerzielle Kommunikation und die...
Von: Meier, Urs
Medienrecht und -ethik in handlicher Form
Bewährter Ratgeber in aktualisierter Fassung
Das Buch "Medienrecht für die Praxis" von Peter Studer und Rudolf Mayr sieht aus wie ein Arbeitsmittel und ist auch eines: Griffregister, übersichtlich strukturierter Inhalt, Kapitelvorschauen, nutzerfreundliche Typographie und eine umfassende Sammlung einschlägiger Gesetzestexte sowie Richtlinien prädestinieren den Band für den Gebrauch im Alltag.
Von: Meier, Urs
Karikaturen im Kampf der Kulturen
Zwischen Pressefreiheit und Respekt vor dem Islam
Die Mohammed-Karikaturen, die in der dänischen «Jyllands Posten» abgedruckt wurden, brachten die arabische Welt in Aufruhr. So kalkuliert die Provokation der Karikaturen schien, so orchestriert waren die Aufstände, die erst Wochen später erfolgten. Offen bleibt die Frage, wie das Verhältnis von Prinzipienreiterei und Toleranz der Kulturen zu gewichten ist. Ein Kommentar zum eskalierten Streit...
Von: Meier, Urs
Ausländische Werbesender und Heimatschutz
Was sagt die internationale Rechtsordnung?
In der Frühjahrssession hat der Nationalrat beschlossen, die Werbeverbote im Schweizer Rundfunk für die privaten Veranstalter zu liberalisieren. Damit ist ihnen gemäss Art. 10 des Gesetzesentwurfs künftig erlaubt, für Politik, Religion und alkoholische Getränke wie Bier und Wein zu werben. Der gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen SRG soll dies aber weiterhin untersagt bleiben. Ein Vorstoss...
Von: Weber, R.H. & Spacek, D.
