Parteilichkeit in "The Magdalen Sisters"
Regisseur Peter Mullan ergreift Partei für ausgebeutete Frauen in Irland
Es ist nicht immer leicht, den Unterschied zwischen einer blinden Provokation und einem klaren, ethisch begründeten Standpunkt zu unterscheiden. Bei der Verleihung des Goldenen Löwen an den Film "The Magdalene Sisters" am Filmfestival Venedig hatte die römische Kurie im September 2002 offensichtlich deutliche Mühe, die Perspektive des Films zu deuten. Die Auszeichnung provozierte in der...
Von: Martig, Charles
Von der Göttererscheinung zum Kinoeffekt
Eine Typologie des Wunderbegriffs, seiner Entwicklung und Wandlung
Wunder sind ursprünglich in der Sphäre des Religiösen beheimatet. Sie sind Zeichen des Göttlichen. Im Gefolge der Neuzeit werden Wunder zunehmend als natürlich erklärbare Phänomene betrachtet und als religliöse Inszenierungen entlarvt. Das zurückbleibende Vakuum wird in der Moderne durch eine Ästhetisierung des Wunders wieder aufgefüllt und erlebt insbesondere im Kino eine Renaissance.
Von: Bauke-Ruegg, Jan
Zeichen und Wunder im Kino
Religiöse Signaturen im Filmschaffen von Almodóvar, Kaurismäki und Shyamalan
Das Publikum hat sich an die Spezialeffekte des Mainstream-Kinos gewöhnt. Komplementär dazu erscheint im aktuellen Filmschaffen eine Gegenströmung, die sich von Spezialeffekten abgrenzt und eigene Wege geht. Zu nennen sind die Filme von Almodóvar, Kaurismäki und Shyamalan, die in ihrem Filmschaffen religiöse Signaturen erkennen lassen.
Von: Martig, Charles
"Signs"
Ein Film von M. Night Shyamalan
Plötzlich wird ein Mann aus dem Schlaf gerissen und nun ist alles, was in diesem Film geschieht, an der unsicheren Grenze zwischen Wachen und Schlafen angesiedelt. Getrieben von einem unbestimmt bedrohlichen Gefühl springt Graham Hess (Mel Gibson) aus dem Bett, stürzt ins Zimmer seiner Kinder und daraufhin nach draussen, wo es dunkel ist und ihm die Maispflanzen die Sicht versperren. Hier sind...
Von: Martig, Charles
Zwischen Himmel und Hölle
Tom Tykwer verfilmt mit "Heaven" ein Drehbuch von Kieslowski
In "Heaven" verwebt Tom Tykwer eine Liebesgeschichte zwischen einer Attentäterin und einem jungen Polizisten mit Fragen der Ethik. Ein verfehlter Anschlag und seine schrecklichen Folgen öffnen Abgründe, die zu überraschenden Wendungen führen. Die Täter werden immer mehr zu unschuldigen Kindern und die Schuldfrage fällt der Vergessenheit anheim.
Von: Martig, Charles
