Chronik eines Medienskandals nach Lehrbuch
Die Zürcher Wirren um Pasolinis Salò
Die Wirren um die geplante, dann verbotene und schliesslich doch zugelassene Vorführung von Pasolinis Film "Salò oder Die 120 Tage von Sodom" ist auf eine Skandalisierung durch die Medien zurückzuführen. Es wurden Protestierende auf den Plan gerufen und die Veranstalter in die Defensive getrieben. Vorurteile wurden bewirtschaftet und Fronten geschürt. Im "öffentlichen Interesse" auf der Strecke...
Von: Ammann, Christoph
Im Schatten des CSI-Effekts
TV-Serien verdrängen den Kinofilm
Der Handel mit DVD und der Internetvertrieb von Filmen haben die Verwertungskette der audiovisuellen Branche auf den Kopf gestellt. Seither setzen US-amerikanische Fernsehsender immer weniger auf die Erstausstrahlung von Kinofilmen und immer mehr auf Eigenproduktionen. Zentral für die Publikumsbindung und das Image eines Senders sind die Fernsehserien. Und diese werden immer aufwändiger...
Von: Weichert, St. & Kramp, L.
Happy Slapping
Oder ist nur wirklich, was dokumentiert ist?
Happy Slapping ist eine neue Form der Gewalt, die mit dem Medium Handy direkt verbunden ist. Gewalt wird nicht nur ausgeübt, sondern mittels Handy-Video und -Fotografie auch dokumentiert. Genau genommen wird die Gewalt zu diesem Zweck erst ausgeübt. Damit ist das Medium nicht mehr nur Grundlage für die Dokumentation, sondern auch Ausgangsbasis und fester Bestandteil der Aggressivität.
Von: Durrer, Hans
Das Spiel mit der Gewalt
Reiz und Reaktion einer hitzigen Debatte
Nach dem Amoklauf eines 18-jährigen Schülers in Emsdetten letzten November ist in Deutschland erneut der Ruf nach einem Verbot von so genannten "Killerspielen" laut geworden. Ein Interview mit Guido Haus, Inhaber der Firma Haus Network, greift die aktuelle Debatte auf und diskutiert den Reiz und die Problematik von gewalthaltigen Spielen. Deutlich werden dabei auch die Möglichkeiten und Grenzen...
Von: Arnold, Judith
Veränderte Geschlechterrollen und Gewaltverhältnisse?
Zur Aufklärung sexueller Gewalt durch TV-Kommissarinnen
Sexuelle Gewalt ist in Film und Fernsehen präsent wie nie zuvor. Auch in den neuen TV-Krimis, in denen zunehmend Frauen ermitteln, wird sie häufig thematisiert. Die Muster der Gewaltverhältnisse bleiben jedoch konstant. Der Unterschied ist nur, dass nun auch Frauen die symbolische Ordnung, das Gesetz, repräsentieren können.
Von: Koch, Angela
