Der Mediengau von Winnenden
Über die Ausblendung der Frauenmorde
Das Schulmassaker eines 17-jährigen Jungen in Winnenden hielt die Medien tagelang in Atem. Es wurde über alles Mögliche berichtet, nur nicht über die Tatsache, dass es sich bei fast allen Opfern um Mädchen und Frauen handelte. Über den blinden Fleck eines Mediensystems, das die Normalität des Frauenhasses ausblendet.
Von: Huhnke, Brigitta
Geschäfte mit «Selbstmord-Touristen»
Ein Dokfilm macht sich zum «Dignitas»-Supporter
Hat eine Sendung von SF mit der expliziten Darstellung einer Suizidbeihilfe die Menschenwürde und allenfalls auch Medienrecht verletzt? Die Fragen zu dem Film sollten nicht auf diesen einen Punkt fokussiert bleiben. Mit breiterem Blickwinkel ergibt sich eine differenzierte Kritik: Der Film weckt Mitgefühl für Menschen in einer Extremsituation, stellt sich aber in fragwürdiger Weise in den Dienst...
Von: Meier, Urs
Sterben vor laufender Kamera
Eine Frage der menschlichen Würde
So unterschiedlich die Medienkritik die Ausstrahlung eines Dokumentarfilmes in verschiedenen Ländern aufnahm, in dem ein schwerstkranker Mann mit der Sterbehilfeorganisation «Dignitas» aus dem Leben schied, so kontrovers bleibt der Bruch des Tabus: einen sterbenden Menschen vor laufender Kamera zu zeigen.
Von: Bähler, Regula
Lust und Frust im Automobiljournalismus
Professionelle Distanz bleibt oft auf der Strecke
Autos sind allgegenwärtig in den Medien – als Staatskarosse, Bombe, Papa-Mobil, Fahrzeug oder Schaustück, wie jüngst bei der «Auto Zürich Car Show». Doch das Verhältnis zwischen Autohersteller und Medien zählt seit langem zu den heikelsten im Journalismus. Ein Blick unter die Motorhaube.
Von: Prinzing, Marlis
Schleichwerbung an Bord
SRG wegen Alinghi-Sendungen zum America's Cup gerügt
Das Schweizer Fernsehen hat mit seiner Sportberichterstattung zur Segelregatta in Valencia 2007 die Sponsoring-Bestimmungen verletzt. Nach einer Verfügung des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) im April folgt nun eine Rüge der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) wegen unentgeltlicher Schleichwerbung.
Von: Arnold, Judith
